Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

Qolla l-Bajda Battery

Portfolios

Diese im 18. Jahrhundert erbaute Befestigungsanlage des Johanniterordens, liegt auf der Insel Gozo in Malta. Sie erstreckt sich direkt zwischen den im Schachbrettmustern angeordneten 350 Jahre alten Salzbecken, die sich über eine Länge von etwa 3 km die Küste entlang verteilen. Während den Sommermonaten können Einheimische dabei beobachtet werden, wie sie das Meersalz auf traditionelle Weise mit Rechen und Besen aus den Salzbecken ernten und abtransportieren. Entworfen wurde die Batterie von den Militäringenieuren Jacques de Camus D’Arginy und Bernard de Fontet. Sie ist eine von zwei verbliebenen Batterien auf Gozo. 1980 wurde das Festungsgebäude verpachtet und in eine Diskothek umgewandelt. Der Pächter nahm jedoch einige bauliche Veränderungen vor, die dem Staat nicht zugesagt haben. Nach einem langen Rechtsstreit scheint die ehemalige taktisch wichtig angelegte Batterie langsam zu zerfallen und in Vergessenheit zu geraten. Wissenswert ist außerdem, dass die Qolla l-Bajda Battery seit 1995 die unter der Nummer 1417 auf der Liste der Kulturgüter von Malta geführt wird.

Atmosphere / Atmosphäre
86%
Risk / Gefahr
13%
Vandalism / Vandalismus
31%
Decay / Verfall
51%

Malta, visited in 2022

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Kokkinogia Mine Mitsero

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Diese alte Mine liegt ca. 30 km westlich von Nikosia, der Hauptstadt Zyperns, in einem kleinen Dorf mit dem Namen Mitsero. 1950 wurde diese Mine erschlossen, als dort während schlechten Wirtschaftsjahren und einer hohen Arbeitslosigkeit ein Pyritvorkommen entdeckt worden ist. Die Arbeit in den Stollen war anstrengend und sehr gefährlich, trotzdem haben viele Einwohner der umliegenden Dörfer die Chance genutzt und konnten mit der Arbeit in den dunklen Stollen ihre Familien mit harter Knochenarbeit ernähren. 1967 ist die Mine jedoch stillgelegt worden. Der Grund war ein Grubenunglück, welches viele Tote und Verletzte hinterließ. Eine geplante Sprengung, zum Freilegen von weiteren Mineralien, hatte dramatische Folgen. Die Umwelt leidet bis heute stark, da damals giftige Gase und ein Staubgemisch aus toxischen Substanzen in die Flora und Faune gelangen. Viele Bäume und Tiere sind in großen Kreisen um das Abbaugebiet gestorben. Ein Gedenkstein vor dem Minenschacht erinnert heute an die Opfer des dramatischen Unglücks. Außerdem ist das Areal der Mine für die Mitsero-Morde bekannt. Diese wurden von dem 35-jährigen zypriotischen Armeeoffizier Nikos Metaxas, auch bekannt als Orestis, zwischen September 2016 und August 2018 begangen. Bei diesen grausamen Serienmorden kamen sieben Menschen ums leben. Darunter zwei Kleinkinder. Mehr Informationen zu den Morden können auf  hier auf Wikipedia eingesehen werden.

Atmosphere / Atmosphäre
79%
Risk / Gefahr
83%
Vandalism / Vandalismus
19%
Decay / Verfall
82%

Cyprus, visited in 2022

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Elias Bridge

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Diese venezianische Brücke wurde vermutlich im 15. Jahrhundert erbaut und liegt im Paphos-Wald in der Region Limassol auf Zypern. Sie wurde für den Transport von Mineralien der Troodos-Minen zum Hafen von Paphos erbaut. Durch die spitze Form konnten in den trockenen Sommermonaten auf Zypern die Kamele das Flussbett des 42 km langen Diarizos-Flusses als Transportpfad nutzen. Die venezianische Brücke verdankt ihrem Namen den vielen Olivenbäumen, die auf Zypern wachsen, die im griechischen Eliá heißen. Der Olivenbaum ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Er wird bereits seit dem 4. Jahrtausend vor Christus als Nutzpflanze kultiviert. Wissenswert ist außerdem, dass der Venetian Bridges Nature Trail über diese historische Brücke verläuft.

Atmosphere / Atmosphäre
63%
Risk / Gefahr
0%
Vandalism / Vandalismus
0%
Decay / Verfall
44%

Cyprus, visited in 2022

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Cyprus Government Trains

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Diese Züge stehen im Nordzyprischen Teil der Insel. Sie fuhren von Oktober 1905 bis Dezember 1974 und beförderten über 7 Millionen Passagiere und 3 Millionen Tonnen Waren und Mineralien durch Nordzypern. Hergestellt wurden die 12 Dampfzüge alle in England, entweder von der Hunslet Engine Company oder von der Nasmyth Wilson and Company. Sie fuhren zwischen 20 und 30 Meilen pro Stunde (ca. 48 km/h) mit Kohle, die aus England über den Hafen von Famagusta gebracht wurde. Es gab nur zwei Züge pro Tag für den Personenverkehr. Die übrigen Loks wurden zum Transport von Post, Holz aus dem Troodos-Gebirge und Fracht vom Hafen von Famagusta genutzt. Außerdem nutze die Cyprus Mining Corporation (CMC) einen Teil für den Transport von Erz und Mineralien. Der Betrieb der Eisenbahn war leider sehr teuer und fuhr nie Gewinn ein, da die Wartungskosten zu hoch waren. Ein Grund waren die starken Regenfälle auf Zypern, die im Winter immer wieder die Brückenabschnitte der Strecke beschädigten. Zudem wurden Autos immer beliebter. Dies führte dazu, dass die zypriotische Regierung die Entscheidung traf, die Eisenbahnstrecke nach dem Zweiten Weltkrieg für immer zu schließen. Der letzte Zug fuhr am 31. Dezember 1951 vom Bahnhof Nikosia nach Famagusta ab. Der industriell genutzte CMC-Teil der Strecke in der Region Lefke und im Süden war bis 1974 in Betrieb.

Atmosphere / Atmosphäre
31%
Risk / Gefahr
5%
Vandalism / Vandalismus
21%
Decay / Verfall
34%

Cyprus, visited in 2022

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Jerma Palace Hotel

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Dieses ehemalige Vier-Sterne-Hotel liegt in der Stadt Marsaskala und wurde 1982 eröffnet. Die Eröffnung trug dazu bei, dass aus dem traditionellen Fischerdorf ein kleiner Ferienort wurde. Realisiert wurde das Projekt durch eine libysche Auslandsinvestitionsgesellschaft. Der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi hatte dort sogar eine Präsidentensuite. Es war bis zur Schließung im Jahr 2007 das größte Hotel im Süden Maltas. Zahlreiche Pläne das Hotel wiederzueröffnen scheiterten leider kläglich. Heute befindet sich der Bau in einem desolaten Zustand, Teilbereiche sind eingestürzt, andere sind einsturzgefährdet. Das Innere wurde nahezu komplett geplündert. Teppiche, Marmorböden, Türen, Fliesen und sogar Ziegel wurden gestohlen. Die Wände sind mit Graffitis beschmiert und die Stromleitungen wurden herausgerissen. Zudem wurde das Jerma Palace Hotel zu einer illegalen Müllhalde, auf der die Anwohner ihren Müll entsorgten. Außerdem zündeten einige Leute Ihren Müll in der Hotelanlage an und verursachten dadurch noch mehr irreparable Schäden. Im Dezember 2015 machte sich ein Gerücht breit, dass libysche Menschenschmuggler das Jerma Palace Hotel als Zwischenstation für syrische Flüchtlinge benutzten, um illegal nach Malta einzureisen. Nach diesem Skandal gab es wieder zahlreiche Pläne das Hotel zu sanieren oder abzureißen. Bis heute steht der riesige Gebäudekomplex allerdings immer noch unangetastet da. Wissenswert ist außerdem, dass im März 2020 Teile des Musikvideos „All of my Love“, welches das maltesische Lied zum Eurovision Song Contest 2020 war, auf der Hotelanlage gedreht wurden.

Atmosphere / Atmosphäre
74%
Risk / Gefahr
25%
Vandalism / Vandalismus
86%
Decay / Verfall
31%

Malta, visited in 2022

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Et Bröckske

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Das Et Bröckske ist eine Krefelder Traditionsgaststätte, dessen nachzuverfolgende Geschichte bis ins Jahr 1838 zurückreicht. Hermann Josef Wirichs hatte in diesem Jahr die Hausbrauerei Et Bröckske gekauft und führte sie weiter als „Rhenania Brauerei„. Der schnelle Wachstum und die zunehmende Beliebtheit der Rhenania Brauerei und des Flaschenbieres führten im Jahr 1888 dazu, das der Standort zu klein wurde und die Brauerei in den Krefelder Stadtteil Königshof zog. Im Zweiten Weltkrieg wurde Et Bröckske nahezu komplett zerstört. 1952 wurde es dann mit den Trümmern des alten Schankhauses wieder aufgebaut. Ausgeschenkt wurden dort mehrere Biersorten der Brauerei. Rhenania Alt, Rhenania Pils (vor 1980), Rhenania Hell-Export (vor 1980), Wirichs Light (alkoholreduziertes Altbier) und Rhenania Krefelder (Biermischgetränk mit Karamell). Anfang 2009 wurde jedoch das letzte Bier in der Krefelder Traditionsgaststätte gezapft. Seit dem stand Et Bröckske leer und verfiel zunehmend. Nachdem 2014 erste Gerüchte über den Abriss des Gebäudes im Umlauf waren, stellte die Stadt die ehemalige Gaststätte 2015 unter Denkmalschutz. Zum Glück, denn im Jahr 2020 begannen erste Arbeiten an dem Gebäude. Denn im Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz einigte sich ein Investor die drei historischen Fassaden zu erhalten. Außerdem wird der unter Denkmalschutz stehende Gewölbekeller ebenfalls bestehen bleiben. Die Bauarbeiten laufen seit dem auf Hochtouren. Eventuell findet sich in den nächsten Jahren ein Gastronom, der die rund 800 Quadratmeter im Erdgeschoss wieder mit neuem Leben erfüllen kann. Denn das Erdgeschoss soll auch in Zukunft als Gastronomiebereich dienen. Die Umbauarbeiten sollen bis Mitte 2022 abgeschlossen sein. Hier finden sich mehr Informationen über das Bauprojekt.

Atmosphere / Atmosphäre
18%
Risk / Gefahr
11%
Vandalism / Vandalismus
19%
Decay / Verfall
36%

Germany, visited in 2021

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Demolished 2022


Land van Ooit – Battle of Waterloo

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Diese seltsamen Figuren sind die letzten Überbleibsel des Land van Ooits (auf Deutsch: das Land der Ewigkeit), ein kleiner Freizeitpark für Kinder in Drunen in der Gemeinde Heusden in den Niederlanden. Der gesamte Park umfasste eine Fläche von 34 Hektar und wurde 1989 von Marc Taminiau gegründet, der zuvor Direktor bei dem benachbarten Themenpark „De Efteling“ war. Nach mehrmaligen Zahlungsschwierigkeiten wurde der Park am 21. November 2007 endgültig geschlossen. Die letzten Überbleibsel sind diese Figuren, die die „Schlacht von Waterloo“ darstellen. Napoleons Soldaten sollen laut einer fiktiven Geschichte das Land von Ooit angegriffen haben und wurden verzaubert, sodass diese zu Statuen wurden und langsam im Wasser versunken sind. Heute stellen die Soldaten eher ein kleines Gruselkabinett dar und können besichtigt werden, da das ehemalige „Land von Ooit“ heute für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wissenswert ist außerdem, dass das „Land von Ooit“ sich immer als eigenständiges Land bezeichnete, welches sogar eine eigene Währung hatte, den „EverSent“. Zudem herrschte das Gesetz, dass die Kinder der Chef sind und nicht ihre Eltern.

Atmosphere / Atmosphäre
17%
Risk / Gefahr
0%
Vandalism / Vandalismus
14%
Decay / Verfall
32%

Netherlands, visited in 2021

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Huis te Vraag Cemetery

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Gegründet wurde dieser private protestantische Friedhof 1891 für die niederländisch-reformierte Kirche und ist für viele Menschen einer der schönsten Friedhöfe der Welt. Er liegt in Amsterdam-Zuid. Das heutige Gelände des Huis te Vraag Friedhofs wurde mit Sand um etwa zwei Meter erhöht und im klassischen Antiken-Stil errichtet. Dafür wurden 50.000 Kubikmeter Sand per Schiff aus Muiderberg benötigt. Der Gründer der Ruhestätte, Pieter Oosterhuis, plante den Friedhof akribisch genau, es wurde sogar eine Liste mit den Bäumen und Sträuchern angefertigt, die auf dem Gelände gepflanzt wurden. Auf dem Gelände sind heute schätzungsweise 15.000 Tote begraben. Diese Vielzahl von Toten ist bei der kleinen Fläche von nur 2,5 Hektar nur möglich, weil die Toten zum Teil übereinander beerdigt wurden. Das geschah in einer Tiefe bis zu 5 Metern. Seit 1962 wurde der Friedhof „geschlossen“ weil schlichtweg kein Platz mehr auf dem Friedhofsareal war. Skurril ist außerdem, das 1988 eine Urne mit der Asche des niederländischen Dichters Hendrik van Teylingen illegal beigesetzt wurde. Er war so verliebt in den Friedhof Huis te Vraag, dass er 37 Sonette über diesen geschrieben hatte. Allerdings ist es ein Wunder, dass der Friedhof heute überhaupt noch existiert, denn das Baugrundstück hat einen scheinbar unmessbar hohen Wert. Nur mehrere Petitionen und sehr viel Engagement der Anwohner führten in den vergangenen Jahrzehnten schließlich zum Erfolg, sodass der Friedhof im August 2009 wegen seines kulturhistorischen Wertes zum Stadtdenkmal erklärt wurde. Heute kann der Friedhof von Dienstag bis Freitag, zwischen 11 und 17 Uhr besucht werden. Zudem gibt es eine weitere Petition zum Erhalt der Stille und der Schönheit dieser einmaligen Begräbnisstätte. Diese kann HIER unterschrieben werden. Wissenswert ist außerdem, dass die Filmschaffende Barbara den Uyl hier 1990 die Begräbnisszene ihres Films „Im Namen des Gesetzes“ (erschienen 1991) über Hans Kok drehte. Einige Jahre später drehte sie zudem den Dokumentarfilm „De klimop rouwt nog steeds“ (erschienen 2007) auf dem Gelände.

Atmosphere / Atmosphäre
57%
Risk / Gefahr
0%
Vandalism / Vandalismus
0%
Decay / Verfall
54%

Netherlands, visited in 2021

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Beth Haim Cemetery

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Auf diesem Friedhof, der südlich von Amsterdam in dem beschaulichem kleinen Dorf Ouderkerk aan de Amstel liegt, wurden 28.000 sephardische Juden beigesetzt. Er ist der älteste jüdische Friedhof der Niederlande und wurde zwei Jahre nach der amtlichen Anerkennung des Judentums in Amsterdam im Jahr 1614 eingeweiht. Seit 1967 restauriert die Stiftung für die Instandhaltung jüdischer Friedhöfe in den Niederlanden systematisch nach und nach die Gräber. In den Wintermonaten werden sogar einige Gräber mit Planen vor negativen Witterungseinflüssen geschützt. Aufgrund des sumpfigen Bodens sind nahezu die Hälfte der Gräber unter die Erde gesunken. Diese werden Stück für Stück wieder an das Tageslicht gebracht und restauriert. Allerdings wird die komplette Bergung aller Gräber noch viele weitere Jahre dauern. Das Markanteste an diesem außergewöhnlichen Friedhof sind natürlich die liegenden Grabplatten, die zum Teil aus Marmor gefertigt wurden. Diese sind mit Szenen aus der Bibel und der Mythologie verziert. Dieser Brauch kommt aus Portugal und stammt von den sogenannten Marranen, die viele katholische Bräuche übernahmen.

Atmosphere / Atmosphäre
46%
Risk / Gefahr
0%
Vandalism / Vandalismus
0%
Decay / Verfall
28%

Netherlands, visited in 2021

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Cemetery Groenesteeg

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Der Friedhof Groenesteeg wurde nach der Herrschaft von Kaiser Napoleon (die 1810 zu Ende war) im Jahr 1813 gegründet. Der Grund der Erschließung des Friedhofs in Leiden war das keine Bestattungen innerhalb von Kirchen mehr erlaubt waren. Jedoch wurde kurz nach der Fertigstellung des Friedhofsareals den Bürgern wieder für kurze Zeit erneut erlaubt Personen in Kirchen zu bestattet. Deshalb wurden in den ersten 14 Jahren des Friedhofs grade einmal 31 Menschen dort beerdigt. Ab 1829 waren Bestattungen in Kirchen wieder verboten, was zur Folge hatte das sie auf dem Friedhof stark anstiegen. 1860 und 1890 kam es daher zu Erweiterungen des Friedhofes. Im Jahr 1908 wurde aufgrund der vielen Gräber beschlossen den Friedhof zu schließen, dies geschah allerdings viele weitere Jahre nicht, jedoch gingen durch die Ankündigung und dem Bau eines neuen Friedhofs die Beerdigungen wieder zurück und der Friedhof verfiel. 1934 wurde er wieder Restauriert. Im Zweiten Weltkrieg wurden Menschen in Massengräbern auf dem Friedhof Groenesteeg beigesetzt, diese wurden aber, nachdem Ende des Kriegs auf dem neuen nahegelegenen Friedhof Rhijnhof umgebettet. 1975 wurde der Friedhof tatsächlich geschlossen und 1978 als Denkmal erklärt. Kurz darauf ist er erneut dem Verfall zum Opfer geworden. Zudem wurden immer mehr Gräber zerstört. Dies geschah bis zur Gründung einer Stiftung zur Erhaltung des Friedhofs Groenesteeg, die von besorgten Anwohner gegründet wurde. Sie schaffte es den Friedhof in den Jahren 1993 bis 1995 zu restaurieren. 2014 erfolgte darüber hinaus eine weitere Restaurierung. Wissenswert ist außerdem das der dickste Baum in Südholland und die und die dickste Buche der Niederlande auf dem Friedhof steht. Der Baum hat einen imposanten Stammumfang von 7,72 Metern und wurde 1882 gepflanzt. Des Weiteren wurde Anna Carbentus van Gogh, die Mutter von Vincent van Gogh, hier begraben.

Atmosphere / Atmosphäre
34%
Risk / Gefahr
0%
Vandalism / Vandalismus
0%
Decay / Verfall
19%

Netherlands, visited in 2021

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