
Die Lost Places in Georgien erzählen von der sowjetischen Vergangenheit, dem gesellschaftlichen Wandel nach 1991 und der besonderen Architektur des Landes. Verlassene Sanatorien, Kulturhäuser, Hotels und Wohngebäude bilden einen wichtigen Teil meines fotografischen Archivs.
Der Kurort Tskaltubo entwickelte sich während der Sowjetzeit zu einem bedeutenden Zentrum für Erholung und medizinische Behandlungen. Rund um den zentralen Kurpark entstanden monumentale Sanatorien mit Säulenhallen, großzügigen Treppenanlagen und aufwendig gestalteten Innenräumen.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verloren viele dieser Gebäude ihre ursprüngliche Funktion. Zu meinen Dokumentationen gehören das Sanatorium Medea, das Sanatorium Iveria, das Sanatorium Imereti und das Hotel Metalurgi.
Einige ehemalige Sanatorien dienten später als Unterkünfte für Menschen, die durch den Krieg in Abchasien vertrieben worden waren. Deshalb waren diese Gebäude nicht einfach unbewohnte Ruinen, sondern über viele Jahre das Zuhause zahlreicher Familien.
Kulturhäuser bildeten in vielen sowjetischen Städten und Dörfern das gesellschaftliche Zentrum. Dort fanden Veranstaltungen, Theateraufführungen, politische Versammlungen und gemeinschaftliche Aktivitäten statt.
Meine Fotografien zeigen unter anderem das House of Culture Berdan, das House of Culture Lasha und das Theater Shroma.
Verblasste Bühnen, leere Zuschauerräume und erhaltene Wandgestaltungen dokumentieren den Bedeutungsverlust dieser früheren Gemeinschaftsbauten.
Auch Gebäude aus Wissenschaft und Bildung gehören zu meinem Georgien-Archiv. Das Tea Research Institute erinnert an die wirtschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung des Teeanbaus in der Region.
Der Pionierpalast von Chiatura steht dagegen für die sowjetische Jugend- und Freizeitkultur. Seine repräsentative Architektur zeigt, welchen Stellenwert solche Einrichtungen innerhalb des damaligen Systems besaßen.
Neben großen öffentlichen Anlagen habe ich kleinere Wohngebäude und historische Bauwerke fotografiert. Dazu gehören die Villa Davit und der Lebaiskari Tower.
Diese Orte zeigen eine andere Seite Georgiens: persönliche Lebensräume, regionale Bautraditionen und Gebäude, deren Geschichte nicht allein mit der Sowjetzeit verbunden ist.
An der georgischen Schwarzmeerküste erinnern aufgegebene Anlagen an frühere Urlaubs- und Freizeitprojekte. Der Abandoned Beach Kobuleti dokumentiert einen solchen Ort zwischen Küstenlandschaft und zurückgelassener Infrastruktur.
Alle hier gezeigten Orte habe ich selbst besucht und fotografiert. Die folgenden Galerien führen zu meinen Dokumentationen von Sanatorien, Hotels, Kulturhäusern, Forschungseinrichtungen, Wohngebäuden und weiteren geschichtsträchtigen Orten in Georgien.
Hinweis: Einige ehemalige Sanatorien werden weiterhin bewohnt, wurden verkauft oder für Sanierungsarbeiten abgesperrt. Privatsphäre, Eigentumsrechte und bestehende Zugangsbeschränkungen müssen unbedingt respektiert werden.