Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

Jewish Cemetery Trstin

Portfolios

Dieser jüdische Friedhof liegt direkt an einer viel befahrenden Landstraße im slowakischen Bezirk Trnava, nahe dem Ort Trstín. Errichtet wurde er schätzungsweise im 19. Jahrhundert. Der Grund, warum so viele jüdische Friedhöfe in der Slowakei außerhalb der Kommunen liegen, lässt sich auf die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückführen. In Zeiten der systematischen Verdrängung der jüdischen Bevölkerung in geschlossenen Stadtgebieten (Ghettos), durften jüdische Friedhöfe nur noch in entfernteren Gebieten außerhalb der Städte angelegt werden. Das hügelige Aussehen des Friedhofes entstand durch den Mangel an Platz auf dem Gelände. Das Ausgraben eines bereits bestatteten Leichnams aus seinem Grab ist im Judentum untersagt und eine Erweiterung des Grundstücks war nicht möglich. Daher wurde für weitere Bestattungen das Erdreich aufgeschichtet. Mit dieser Praxis kam es dazu, dass zahlreiche nahe beieinanderliegende Grabsteine aus den unterschiedlichsten Epochen stammen. Leider wird die Idylle dieser Grabstätte durch den starken Verkehr der Landstraße und dem naheliegenden Steinbruch extremst gestört. Dennoch war der jüdische Friedhof Trstín einen Besuch wert.

Atmosphere / Atmosphäre
7%
Risk / Gefahr
0%
Vandalism / Vandalismus
7%
Decay / Verfall
62%

Slovakia, visited in 2022

Falls Ihnen ein Foto ganz besonders gut gefällt und Sie einen Kunstdruck dessen erwerben möchten, können Sie dies im Lost Places Shop tun. Falls Sie Interesse an Fotografien für eine Dokumentation oder sonstige mediale Verwendung haben, schreiben Sie mir direkt eine E-Mail an info@lost-places.com.


Jewish Cemetery Zahorie

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Diesen 16 Hektar großen Friedhof fand ich in der slowakischen Region Záhorie, mitten in einem Waldgebiet. Umringt ist die bereits 1680 erstmals erwähnte Ruhestätte von einer kleinen Mauer, die heute noch zu 3/4 erhalten ist. Insgesamt sind ca. 100 überwucherte Grabsteine auf dem Gelände zu entdecken. Leider wurden mit den Jahren viele davon beschädigt. Die Innenschriften der Steine sind jedoch gut lesbar. Zudem wurden einige wertvolle Gesteinselemente, sowie komplette Grabsteine, wie etwa aus Marmor entwendet. Durch den riesigen Nadelwald, der den jüdischen Friedhof umgibt, strahlte der Ort bei meiner Besichtigung eine faszinierende Ruhe aus und hatte eine außergewöhnliche Atmosphäre.

Atmosphere / Atmosphäre
51%
Risk / Gefahr
0%
Vandalism / Vandalismus
7%
Decay / Verfall
62%

Slovakia, visited in 2022

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Fe-Ferrum Kft. Area

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Die in dieser Galerie zu sehenden Fahrzeuge stehen auf dem Gelände der ungarischen Firma Fe-ferrum Commercial and Service Ltd. Sie ist spezialisiert auf die Zerlegung von auf Eisen, Stahl und Batterieabfällen, die überwiegend aus industriellen Quellen stammen. Darüber hinaus kauft die Firma auch bei Privatpersonen und Einzelhändlern ein. Außerdem ist sie befugt Fahrzeuge jeglicher Art zu demontieren, so sind auch die zusehenden ausrangierten Straßenbahnen, sowie der russische Lastkraftwagen ZIL-130 auf dem Gelände gelandet. Es werden jedes Jahr dreiunddreißig tausend Tonnen Material auf dem Areal getrennt und recycelt. Die insgesamt drei Straßenbahnen fuhren vor einigen Jahren auf den Schienen in der Budapester Innenstadt. Wobei 2009 die erste Straßenbahn auf das Gelände kam und 2014 die letzte. Das älteste Modell ist der sogenannte „Muki„, ein Arbeitswagen mit Holzbelag, der 1926 bis 1927 von Bergbaufahrzeug-spezialist Roessemann und Kühnemann gebaut wurde. Zu dieser Zeit herrschte in der Hauptstadt ein großes Aufkommen an Frachtverkehr, der über das Straßenbahnnetz geleitet wurde. Direkt daneben steht ein Personentransportwagen, die Tram Typ FM1. Auf der anderen Seite des Geländes befindet sich der von 1967 bis 1978 gebaute große Gelenkwagen von Ganz (ICS), der leider von außen mit Graffitis beschmiert wurde. Der ZIL-130 steht in einer Reihe von anderen neueren Kraftfahrzeugen. Er ist ein russischer Kraftwagen, der von 1962 bis 1994 von der Firma Sawod imeni Lichatschowa produziert wurde. Wie lange er bereits auf dem Gelände der Firma Fe-ferrum Kft. steht, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Wissenswert ist zudem, dass das Gelände des Unternehmens nur mit ausdrücklicher Genehmigung betreten werden darf. Diese kann an der Pforte des Betriebs eingeholt werden. Ich bedanke mich bei der Firma Fe-ferrum Kft. für den kleinen Einblick in die Budapester Verkehrsgeschichte.

Atmosphere / Atmosphäre
13%
Risk / Gefahr
0%
Vandalism / Vandalismus
15%
Decay / Verfall
51%

Hungary, visited in 2022

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Arbeitersiedlung der Anderlfabrik

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Diese ehemalige Arbeitersiedlung in Niederösterreich gehörte zu der Anderltextilfabrik. Die Fabrik wurde in der 1595 erbauten Kleemühle 1821 gegründet und beschäftige in den besten Zeiten ca. 275 Personen. Als die Direktoren im 19. Jahrhundert auf dem Firmenareal ein Beamtenwohnhaus errichteten, entstanden in einem nahe gelegenen Waldgrundstück für die Arbeiter und Arbeiterinnen diese Wohnhäuser. Der Betrieb wurde in seiner Blütezeit sogar um eine Bleicherei und Färberei erweitert. Zuletzt wurde in der Krise der Textilindustrie die Belegschaft jedoch auf 20 Personen reduziert und die Anderlfabrik musste durch den Niedergang der Textilindustrie im Jahr 2004 schließen. Der in der Bildergalerie zu sehende „Blue Sand Room“ ist ein Kunstprojekt eines unbekannten Künstlers, der den Raum mit Sand und blauer Farbe gestaltet hat. Die meisten Räumlichkeiten der ehemaligen Wohnhäuser sind jedoch mittlerweile durch Vandalen und die Witterung völlig zerstört worden. Die Anderltextilfabrik wird jedoch zurzeit in eine Begegnungsstätte umgebaut und ist vor dem Verfall gerettet worden. Interessant ist außerdem der Hobbyautor Franz Schanza zwei Bücher über die Fabrik und das Arbeiten, sowie Leben dort geschrieben hat.

Atmosphere / Atmosphäre
25%
Risk / Gefahr
15%
Vandalism / Vandalismus
83%
Decay / Verfall
62%

Austria, visited in 2022

Da dieser Ort nicht offiziell zu besichtigen ist, darf ich keinen genauen Standort im Internet veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis.

This place is not officially open for visitors, I am not allowed to publish the exact coordinates or give out any information. I ask for your understanding.

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Fattoria Francesco

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Dieser alte verlassene italienische Bauernhof liegt auf einem ca. 20.000 qm großen Grundstück, welches komplett vom Wald umringt ist. Der Hof besteht insgesamt aus 6 Gebäuden, wobei 5 Gebäude einer landwirtschaftlichen Nutzung dienten. Das Haupthaus erstreckt sich über 3 Etagen in die Höhe und lädt mit einer Dachterrasse zum Verweilen ein. Ein Landwirt, der die umliegenden Felder bewirtschaftet, nutzt die alten Stallungen des Hofes als Lager für Heu und Landwirtschaftsmaschinen. Warum der Bauernhof, mit diesem interessanten Treppenhaus, verlassen wurde, lässt sich leider zum heutigem Informationszeitpunkt nicht erklären.
Atmosphere / Atmosphäre
34%
Risk / Gefahr
39%
Vandalism / Vandalismus
73%
Decay / Verfall
67%

Italy, visited in 2022

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Colonia Bolognese

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Die Colonia Bolognese wurde von 1931 bis 1932 vom Ingenieur Ildebrando Tabarroni entworfen. Dabei orientierte sich der Ingenieur an dem Pavillonmodell des Ospizio Marino Provinciale Bolognese und dem Colonia Murri. 1941 waren teilweise 1.000 Kinder pro Saison, diese fanden im Juli, August und September statt, in der Colonia Bolognese untergebracht. Viele Italiener verbrachten ein Teil ihrer Kindheit in der Nachkriegszeit bis in die 70er Jahre an der Adriaküste. Die Ferienkolonien bescherten damals Kindern aus einfachen Verhältnissen kollektive Erholung am Strand. Sie wurden unter der Führung von Benito Mussolini erbaut, wobei die Colonia Bolognese die bekannteste faschistische Kolonie war. Sie wurde wie fast alle Ferienkolonien von der Jugendorganisation Opera Balilla verwaltet. Allerdings begann Italien am 7. April 1939 mit der militärischen Besetzung und Annektierung Albaniens, nur um mit Hitler Schritt zu halten, der Österreich und die Tschechoslowakei überfallen hatte. Dies hatte zur Folge, dass 1.600 albanische Kinder nach Italien deportiert worden und in den Kolonien aufgenommen wurden. Sie wurden von den dort ansässigen Ärzten auf Malaria und anderen Parasiten untersucht und gegebenenfalls behandelt. Das Leben in den Ferieneinrichtungen hatte eine strenge Disziplin abverlangt, die sich an dem Bologneser Faschismus verschrieben hatte. Es war eine Art „Militärleben“ mit strengen Zeitplänen und gut getimten Aktivitäten. Während des Zweiten Weltkriegs diente die Bologneser Kolonie zunächst als Unterschlupf für die Veteranen der Ostfrontoffensive und wurde nach dem 25. Juli 1943 in ein Fraueninternierungslager für das Sabotage- und Spionagekorps des RSI umgewandelt. Nach dem Krieg wurde das 20.000 qm große Küstenareal, nachdem es als Gefangenenlager für deutsche Soldaten herhalten musste, von den Alliierten Streitkräften mit erheblichem wirtschaftlichem Aufwand wieder instand gesetzt. Seit 1947 diente es wieder als Sommerkolonie der Stadt Bologna und nahm ca. 1.200 Kinder auf, die in drei Urlaubsperioden aufgeteilt worden sind. Seit 1977 ist der Gebäudekomplex verlassen und verfällt. Im Jahr 2015 setzt sich der soziale Förderverein Palloncino Rosso für den Erhalt der ehemaligen Kolonien ein. Zitat: „Die verlassenen Ruinen am Meer warten nur darauf, endlich wachgeküsst zu werden.“
Atmosphere / Atmosphäre
68%
Risk / Gefahr
13%
Vandalism / Vandalismus
65%
Decay / Verfall
47%

Italy, visited in 2022

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Mulino dell’Oviera and Reffi

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In dieser Galerie sind zwei von sechs Mühlen zu sehen, die zwischen 1822 und 1825 erbaut wurden. Sie liegen allesamt im Gebiet des Canepa Grabens „Fosso di Canepa“ in San Marino. Unweit von der 2014 restaurierten „Chiesa di Ca‘ Centino“ entfernt, stehen die alten Mühlen seit Jahrzehnten leer und sind dem Verfall preisgeben. Sie wurden aus einer Mischung von Flusssteinen und anderen Steinen aus der Region erbaut, die rustikal mit Beton verputzt worden sind. Dies ist auch der Grund, warum der Großteil der beiden Mühlen nicht mehr begehbar ist. Brombeersträucher, Efeu und Moos überwuchern das zweistöckige und das vierstöckige Gebäude fast vollständig, außerdem blüht die Insektenwelt in den Überresten der Räumlichkeiten vollkommen auf. Wissenswert ist, dass es ein Buch mit dem gleichnamigen Titel der Region „I mulini del fosso di Canepa“ von der Reihe „Piccolo Stato“ aus San Marino gibt.

Atmosphere / Atmosphäre
50%
Risk / Gefahr
25%
Vandalism / Vandalismus
6%
Decay / Verfall
83%

San Marino, visited in 2022

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Alianello Ghost Town

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Die Geschichte des Dorfs von Alianello Vecchio reicht bis in etwa 1200 zurück. Es liegt in der Region Basilikata in der Provinz Matera. Das 350 Meter über dem Meeresspiegel liegende Bergdorf wurde von zwei Erdbeben erschüttert. Das erste wütete bereits 1857 mit einer Stärke von 7.0 und das Zweite, welches Grund zur Aufgabe des Dorfes war, ließ die Erde 1980 mit einem Wert auf der Skala von 6.9 erbeben. Bereits bei dem ersten Erdbeben in der Provinz Matera kam es in Basilikata zu 5.000 Todesfällen und zahlreichen verletzten Menschen. Sogar der Schriftsteller Charles Dickens hat über das tragische Ereignis geschrieben. Nach dem Erdbeben von Irpinia 1980 wurde das Dorf endgültig evakuiert. Die Häuser des damals 300 Einwohner großen Dorfes sind heute zum Großteil unbewohnbar und drohen zusammen zu stürzen. Die ehemaligen Dorfbewohner mussten zwangsweise aus ihrer damaligen Heimat in nicht weit entfernte Plattenbauten ziehen. Heute lebt nur noch ein „Hausmeister“ in dem Geisterdorf in den italienischen Bergen. Prägend für das Dorfbild ist bis heute die Kirche Santa Maria Assunta, die fast am höchsten Punkt des Dorfes zu finden ist. Damals gab es noch ein Lebensmittelgeschäft, einen kleineren Laden für Produkte des Alltags, einen Metzger, ein Zeitschrift- und Tabakladen, sowie einen Schreibwarenladen. Wissenswert ist außerdem, dass der italienische Künstler Caparezza Teile seines Musikvideos Una chiave 2018 in Borgo di Alianello Vecchio gedreht hat.

Atmosphere / Atmosphäre
84%
Risk / Gefahr
41%
Vandalism / Vandalismus
14%
Decay / Verfall
74%

Italy, visited in 2022

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Chateau Arabia

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Das hier zu sehende Schloss wurde 1889 vom luxemburgischen Politiker und Jurist Dominique Alexis Brasseur-Brasseur an einem Hang entlang der Mosel erbaut. Die Wohnfläche von ca. 700 qm wurde über einen langen Zeitraum privat genutzt, bevor sie als Hotel umfunktioniert wurde. Nach dem Tod des damaligen Besitzers ist das Schloss von einem arabischen Privatinvestor als Sommerresidenz genutzt worden. Als dieser wiederum verstarb, ist auch das bis heute voll möblierte Anwesen in Vergessenheit geraten. Was in Zukunft mit der Liegenschaft passieren soll, ist weiterhin ungewiss.

Atmosphere / Atmosphäre
32%
Risk / Gefahr
9%
Vandalism / Vandalismus
36%
Decay / Verfall
46%

Luxembourg, visited in 2022

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Fort Delimara

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Diese Festungsanlage wurde von den Briten zwischen 1876 und 1888 erbaut. Sie war Teil eines Befestigungsrings, die den Hafen von Marsaxlokk beschützten sollten. Der gesamte Verteidigungsring bestand aus dem Fort Tas-Silg am Uferende des Delimara PointFort St. Lucian am Kbira Point in der Mitte der Bucht von MarsaxlokkFort Benghisa am Benghisa Point und die Pinto– und Ferretti-Batterien an den Ufern der Marsaxlokk-Bucht. Am 29. März 1903 kam es zu einem traurigen Zwischenfall im Fort, als mehrere defekte Bomben explodierten, die in der Festungsanlage von Delimara gelagert wurden. Einige Kinder hatten mit den Sprengkörpern gespielt und wollten diese öffnen. Vier Kinder verloren dabei ihr Leben. Aktiv genutzt wurde das Fort bis 1956. Im selbigen Jahr wurden ihm auch ein Großteil der Bewaffnung entzogen. Nach langer Zeit des Leerstandes wurde das Fort Delimara 1975 an einen ortsansässigen Bauern für rund 800 € verpachtet. Dieser nutzte es 23 Jahre lang zur Schweinezucht. Am 11. August 2005 ging die Festungsanlage in den Besitz von Heritage Malta über. Der Plan der staatlichen Einrichtung für die Bewahrung des kulturellen Erbes Maltas soll die Festungsanlage in ein Museum verwandeln und für Touristen zugänglich machen. Dieses Projekt würde allerdings eine immense Investitionssumme fordern und mindestens 10 Jahre Zeit für den Umbau benötigen, weshalb das Fort Delimara noch heute leer steht. Hinzukommt, dass sich die Festung zwar äußerlich in einem guten Zustand befindet, allerdings die Kalksteinwände an der Böschung zum Meer stark erodiert sind. An einigen Stellen droht daher das Fort daher zu kollabieren. Besonders beeindruckend sind die vier 12,5-Zoll-Mündungsladegeschütze, die sich auf der Seeseite des Forts in den massiven Kasematten aus Stein und Beton befinden. Die Reichweite dieser Kanonen betrug beachtliche 5.900 Meter. Zwei der vier Geschütze stehen allerdings nicht mehr auf befestigten Boden und werden regelmäßig vom eintretenden Wasser unterspült, was zu einem kuriosen Anblick führt. Interessant ist außerdem, dass das Fort Delimara 2016 für Dreharbeiten zum Film Assassin’s Creed genutzt wurde.

Atmosphere / Atmosphäre
92%
Risk / Gefahr
21%
Vandalism / Vandalismus
12%
Decay / Verfall
64%

Malta, visited in 2022

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