Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

Araqelots Monastery of Pemzashen

Portfolios

In Kürze ist hier die Geschichte zu diesem Ort verfügbar.

Atmosphere / Atmosphäre
79%
Risk / Gefahr
9%
Vandalism / Vandalismus
13%
Decay / Verfall
86%

Armenia, visited in 2018

Falls Ihnen ein Foto ganz besonders gut gefällt und Sie einen Kunstdruck dessen erwerben möchten, können Sie dies im Lost Places Shop tun. Falls Sie Interesse an Fotografien für eine Dokumentation oder sonstige mediale Verwendung haben, schreiben Sie mir direkt eine E-Mail an info@lost-places.com.


Swimming Pool Lortevi

Portfolios

In Kürze ist hier die Geschichte zu diesem Ort verfügbar.

Atmosphere / Atmosphäre
41%
Risk / Gefahr
0%
Vandalism / Vandalismus
5%
Decay / Verfall
45%

Armenia, visited in 2018

Da dieser Ort nicht offiziell zu besichtigen ist, darf ich keinen genauen Standort im Internet veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis.

This place is not officially open for visitors, I am not allowed to publish the exact coordinates or give out any information. I ask for your understanding.

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Mission to Mars

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COUNTRY : GERMANY

VISITED : 2018

DEMOLISHED : 2019

Atmosphere / Atmosphäre
Risk / Gefahr
Vandalism / Vandalismus
Decay / Verfall

Wissenswertes 

Wie aus einer anderen Welt? Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine komplexe und verlassene Treibhausanlage im nordrhein-westfälischen Aachen. Hier wuchsen jahrelange eine Vielfalt an heimischen und exotischen Pflanzen. Es war seit einigen Jahren verlassen, bis 2019 die futuristischen Glaskuppeln demontiert wurden.

Facts

coming soon…

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Middle School No. 3

Portfolios

Pripyat – Middle School No. 3

Überblick
Die Middle School No. 3 ist eine von insgesamt fünf weiterführenden Schulen in Pripjat und liegt an der Sportivnaya-Straße, direkt neben der Schwimmhalle „Lazurny“ (Chernobyl Gallery, Arcanum Urbex). Sie gilt als eine der modern ausgestatteten Schulen der Planstadt – mit zwei Sporthallen und großzügigen Fach- und Musikräumen (Chernobyl.one).

Zivilschutz & Gasmaske-Mythos

Das ikonische Bild der auf dem Boden liegenden Kindergasmasken entstand nicht während der Evakuierung, sondern ist Folge von Plünderungen und Arrangements in den Jahren danach: Die Masken wurden aus Lagerräumen geholt; in ihren Filtern befanden sich winzige Silbermengen, die als Beute galten (Chernobyl Gallery, Chernobyl.one, Meandering Wild). Ursprünglich waren die Masken Teil des sowjetischen Zivilschutzunterrichts und für ABC-Lagen gedacht – nicht speziell für einen Kraftwerksunfall (BCD Urbex, Graham Gilmore).

Vor 1986 – Lernen in der Modellstadt

Pripjat war als moderne Arbeiterstadt geplant: kurze Wege, umfassende Daseinsvorsorge, gute Ausstattung der Schulen. In No. 3 hingen Propagandaplakate neben Lehrtafeln, Musik- und Physikräume ergänzten die Klassenzimmer; der Unterricht folgte einem technisch geprägten Curriculum (Chernobyl.one).

1986 & danach – Stillstand im Lehrplan

Nach der Reaktorkatastrophe wurde Pripjat binnen 36 Stunden evakuiert; die Schule blieb im Ausnahmezustand zurück. Seither verfällt das Gebäude, Schulhefte, Poster und Sportgeräte liegen verstreut, während Wind und Feuchtigkeit ihre Spuren hinterlassen (Chernobyl Gallery, Obsidian Urbex).

Heute – Ikone der Zone

No. 3 ist eines der meistfotografierten Motive der Stadt; das „Meer aus Gasmasken“ wurde zum Symbolbild von Pripjat. Es erinnert an die Diskrepanz zwischen pädagogischem Alltag und kaltem Zivilschutz – und daran, wie Geschichte durch Bilder weiterlebt (Wikimedia Commons, Kathmandu & Beyond).

Mein Besuch 2017

2017 stand ich im Halbdunkel des Korridors. Staub tanzte im Licht, zwischen Kisten, Lehrtafeln und Masken. Die Stille wirkte wie ein angehaltener Pausengong – ein Ort, an dem Unterricht, Propaganda und Zivilschutz zu einem einzigen Echo verschmolzen.

Atmosphere / Atmosphäre
77%
Risk / Gefahr
17%
Vandalism / Vandalismus
27%
Decay / Verfall
57%

Zone, visited in 2017

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Cultural Center Pripyat

Portfolios

Der verlassene Kulturpalast Energetik liegt im Zentrum von Pripjat. Er wurde 1970 erbaut und 1986 nach der Katastrophe geschlossen. Die Kulturpaläste waren die Gemeindezentren der Sowjetunion. Hier hat ein Großteil des öffentlichen Lebens stattgefunden. So waren in dem riesigen Gebäudekomplex ein Kino, eine Sporthalle, ein Theater, eine Bibliothek, ein Schwimmbad, ein Boxring, einige Tanz- und Versammlungsräume und sogar ein Schießstand im Keller vorhanden.

Atmosphere / Atmosphäre
89%
Risk / Gefahr
23%
Vandalism / Vandalismus
33%
Decay / Verfall
58%

Zone, visited in 2017

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Azure Swimming Pool

Portfolios

Pripyat – Schwimmhalle „Lazurny“ (Azure)

Lage & Nutzung
Mitten in der Geisterstadt Pripjat steht die Schwimmhalle „Lazurny“ – ein Symbol der sowjetischen Freizeitarchitektur und heute Ikone des Sperrgebiets. Der Komplex umfasst eine Schwimmhalle und eine Sporthalle (Quelle). Berichten zufolge blieb die Anlage für Liquidatoren und Personal noch Jahre nach 1986 in Betrieb; häufig wird eine Nutzung bis 1998 genannt (Wikipedia, Chernobyl.one). Einige Quellen nennen 1997 als letztes Nutzungsjahr (Abandoned Kansai).

Nach 1986 – Nutzung im Ausnahmezustand

Während Pripjat evakuiert und versiegelt wurde, galt die Schwimmhalle als vergleichsweise sauberer Ort im Zone-Alltag. Sie diente Erholung und Sport für Einsatzkräfte der Aufräumarbeiten (Obsidian Urbex, Chernobyl.one). Offiziell geschlossen wurde sie laut mehreren Berichten Ende der 1990er Jahre (Wikipedia).

Popkultur & mediale Präsenz

Die Halle diente als Kulisse in Musikvideos und Filmen, u. a. taucht Pripjat mitsamt der Schwimmhalle in „Marooned“ von Pink Floyd und in der Stadt-Öffnungsszene von „Life Is Golden“ (Suede) auf. In Videospielen wurde sie weltweit bekannt – etwa in Call of Duty 4: Modern Warfare („One Shot, One Kill“) sowie als Inspiration für Level und Karten in weiteren Titeln; auch die Wikipedia listet zahlreiche Popkultur-Bezüge.

Heute – Archäologie des Alltags

Glaslose Fensterreihen, herabgefallene Kacheln, ein leeres Becken wie ein Resonanzraum: „Lazurny“ erzählt vom abrupt abgebrochenen Leben einer Planstadt. Zwischen Tribünen und Turmsprung steht die Zeit – nur Wind und Vogelrufe füllen die Halle. Fotografisch ist der Ort ein Spiel aus Linien, Tiefe und Stille (Chernobyl Gallery, Meandering Wild).

Mein Besuch 2017

2017 stand ich auf den rutschigen Fliesen, vor mir das leere Becken. Lichtbänder schnitten durch Staub, die Sprossen der Fenster zeichneten ein Gitternetz auf die Beckenwände. Die Stille in „Lazurny“ ist kein Mangel an Geräusch – sie ist Erinnerung in Raumform. Dieses Kapitel meiner Serie hält den Moment, in dem Sport, Stadt und Geschichte ineinanderfallen.

Atmosphere / Atmosphäre
81%
Risk / Gefahr
17%
Vandalism / Vandalismus
31%
Decay / Verfall
51%

Zone, visited in 2017

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Hospital Pripyat

Portfolios

Pripyat – Stadtkrankenhaus Nr. 126

Aufschrift & Kontext
Auf dem Dach des Krankenhauses von Pripjat steht in großen Lettern: „Здоров’я народу – багатство країни“ – auf Deutsch: „Gesundheit der Menschen – Reichtum des Landes“ (Quelle, Quelle). Das Krankenhaus (МСЧ-126) versorgte einst Reaktorpersonal und Familien der jungen Planstadt (Quelle).

26. April 1986 – Der Tag, an dem alles kippte

In den Stunden nach dem Reaktorunfall wurden Hunderte Menschen eingeliefert, darunter viele Ersthelfer und Feuerwehrleute. International wird berichtet, dass zunächst 237 Personen mit Verdacht auf akute Strahlenkrankheit hospitalisiert wurden; später bestätigten die Auswertungen 134 ARS-Fälle, davon 28 Todesfälle in den ersten drei Monaten (World Nuclear Association, WHO-Bericht 2006, Mettler et al. 2007, Hintergrund).

Der berüchtigte Keller

Besonders bekannt ist der Keller von МСЧ-126: Dort wurden die kontaminierten Uniformen der ersten Feuerwehr- und Rettungsmannschaften abgelegt – Stiefel, Handschuhe, Helme und Jacken. Diese Gegenstände gelten bis heute als stark belastet und sind einer der „heißesten“ Orte in Pripjat (Chernobyl Gallery, Chernobyl.one, PBS/Thirteen).

Heute – Medizinische Ikonografie des Verfalls

Zerbrochene Fensterscheiben, verstreute Krankenakten, verlassene Behandlungsräume: Das Krankenhaus ist zum Sinnbild einer abrupt beendeten Normalität geworden. Zwischen der idealistischen Dachparole und den Spuren der Katastrophe entfaltet sich ein Spannungsbogen, der bis heute nachhallt.

Mein Besuch 2017

2017 stand ich in den langen Korridoren von МСЧ-126. Der Geruch von Staub und nasser Farbe, das ferne Klirren loser Scheiben – und über allem der Widerspruch zwischen Heilsversprechen und Hilflosigkeit. Dieses Kapitel meiner Serie hält den Moment fest, in dem medizinische Fürsorge und historische Tragödie im selben Gebäude eingeschrieben sind.

Atmosphere / Atmosphäre
83%
Risk / Gefahr
39%
Vandalism / Vandalismus
31%
Decay / Verfall
61%

Zone, visited in 2017

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Military High School Chernobyl

Portfolios

Military High School Chernobyl-2 – Die Klasse, die blieb

Standort & Funktion
Versteckt im dichten Wald unweit der gigantischen Duga-Radarstation befand sich die abgeschirmte Militärsiedlung Chernobyl-2. Sie diente als Wohn- und Versorgungsort für das Personal des sowjetischen Frühwarnradarsystems – und als Zuhause für deren Familien (Quelle). Herzstück dieser kleinen Gemeinschaft war die Military High School, ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche von Militärangehörigen unterrichtet wurden. Hier wurde Mathematik gelehrt, Musik gespielt und der Alltag einer verborgenen Stadt gepflegt – mitten im Zentrum militärischer Geheimhaltung (Quelle).

Leben hinter Mauern

Die Schule war Teil einer voll ausgestatteten Infrastruktur: Wohnblöcke, Kindergarten, Kino, Sporthalle und Klinik – eine autarke Stadt, die auf keiner Karte erschien (Quelle). Trotz der militärischen Strenge herrschte hier ein Hauch Normalität. Kinder zeichneten, sangen und lernten das kleine Einmaleins, während draußen Soldaten unter dem stählernen Blick der Duga-Antenne ihren Dienst versahen. Die Schule verband das Menschliche mit dem Strategischen – sie war der leise Gegenpol zur Macht der Technik.

Der Tag, an dem die Glocke verstummte

Am 26. April 1986 änderte sich alles. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl traf auch Chernobyl-2. Innerhalb weniger Stunden wurde die gesamte Bevölkerung evakuiert. Schulbücher blieben aufgeschlagen, Porträts großer Komponisten an den Wänden, Pinselgläser auf dem Lehrertisch (Quelle). Seitdem liegt das Gebäude still – eine Schule ohne Kinder, ein Lehrplan ohne Schüler. Die Natur hat längst das Kommando übernommen: Farn wächst aus den Fluren, Vögel nisten in ehemaligen Klassenzimmern.

Verfall & Erinnerung

Heute ist die Military High School ein Ort zwischen Vergangenheit und Verdrängung. Durch zerbrochene Fenster fällt das Licht auf Karten der Sowjetunion, auf Notenblätter und kleine Holzstühle. Jeder Raum wirkt wie ein eingefrorener Moment – so, als hätte jemand den Pausengong gestoppt, während die Welt draußen zerbrach (Quelle, Quelle).

Mein Besuch 2017

Als ich 2017 dort stand, lag über allem eine merkwürdige Ruhe. In der Sporthalle hörte man nur das Tropfen von Regen, in der Musikklasse den Wind, der durch zerrissene Vorhänge strich. Die Atmosphäre war fast surreal – als würde die Schule noch warten, dass jemand die Tür öffnet und der Unterricht weitergeht. Diese Galerie erinnert an diesen Ort zwischen Kontrolle und Kindheit, Disziplin und Zerfall – ein stilles Kapitel hinter dem mächtigen Radar von Duga.

Atmosphere / Atmosphäre
77%
Risk / Gefahr
25%
Vandalism / Vandalismus
11%
Decay / Verfall
59%

Zone, visited in 2017

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