Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

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Villa Adera: Verlassenes Gebäude zwischen Kinderbildern und Brandruinen

Die Villa Adera ist ein verlassener Gebäudekomplex, dessen Räume von Feuer, Feuchtigkeit und fortschreitendem Verfall gezeichnet waren. Hinter der von Bäumen verdeckten Fassade verbargen sich lange Flure, zahlreiche kleine Zimmer, alte Waschräume und schwer beschädigte Treppenhäuser. Einige Wandbilder erinnerten gleichzeitig an eine Zeit, in der das Gebäude noch mit Leben gefüllt war.

Ein Gebäude mit vielen Rätseln

Villa Adera ist ein Tarnname, unter dem ich den Ort in meinem Archiv führe. Belastbare Unterlagen zur Entstehung und zur ursprünglichen Nutzung des Gebäudes konnte ich bislang nicht finden. Seine Größe und die Aufteilung der Innenräume sprechen jedoch gegen eine ausschließlich private Nutzung als gewöhnliches Wohnhaus.

Ein langer zentraler Flur erschloss zahlreiche Zimmer und Funktionsräume. Hinzu kamen mehrere Treppenhäuser sowie gemeinschaftlich angelegte Bereiche. Viele Türen, Wandverkleidungen und bauliche Details waren beim Besuch noch vorhanden, obwohl sich das Gebäude bereits in einem weit fortgeschrittenen Zustand des Verfalls befand.

Spuren einer gemeinschaftlichen Nutzung

Besonders auffällig war ein Raum mit mehreren nebeneinander montierten Waschbecken. Über ihnen befanden sich farbenfrohe Wandbilder mit Fischen und weiteren Tieren. Auch an einer anderen Wand war eine gemalte Szene mit zwei Figuren an einem gedeckten Tisch erhalten geblieben.

Diese Motive und die gemeinschaftlichen Waschräume könnten darauf hindeuten, dass sich zeitweise Kinder oder Jugendliche in dem Gebäude aufhielten. Denkbar wären beispielsweise eine Nutzung als Heim, Internat oder Erholungseinrichtung. Ohne historische Unterlagen lässt sich die genaue Funktion allerdings nicht zuverlässig bestimmen.

Brandspuren und eingestürzte Decken

In mehreren Gebäudeteilen waren deutliche Brandspuren zu erkennen. Deckenbalken waren verkohlt, Böden teilweise eingebrochen und ganze Räume mit Holz, Putz und anderem Bauschutt gefüllt. An einigen Stellen reichte der Blick durch zerstörte Geschossdecken bis in die darunterliegenden Räume.

Ob alle Schäden auf ein einzelnes Feuer zurückgingen oder das Gebäude mehrfach brannte, war nicht mehr festzustellen. Zusätzlich hatten eindringendes Wasser und jahrelange Witterung den Verfall beschleunigt. Abblätternde Farbe, freiliegendes Mauerwerk und morsche Holzkonstruktionen prägten nahezu jeden Bereich.

Die letzten Farben der Villa Adera

Trotz der schweren Zerstörungen waren noch einzelne farbige Details erhalten. Gelbe Wände, rote Treppenstufen, blaue Geländer und die gemalten Figuren bildeten einen starken Kontrast zu den dunklen Brandruinen. Gerade diese Überreste ließen erahnen, dass die Räume ursprünglich freundlich und möglicherweise für jüngere Bewohner gestaltet worden waren.

Während große Teile der Einrichtung bereits verschwunden waren, erzählten die fest mit dem Gebäude verbundenen Elemente weiter von seiner Vergangenheit. Alte Waschbecken, Fliesen, Türen und Wandmalereien gehörten zu den wenigen Dingen, die Feuer und Verfall überstanden hatten.

Mein Besuch 2013

Ich besuchte die Villa Adera im Jahr 2013. Schon von außen war das Gebäude hinter dichtem Bewuchs kaum zu erkennen. Im Inneren führten mich lange Korridore durch eine Abfolge leerer Zimmer, beschädigter Treppenhäuser und ausgebrannter Gebäudeteile.

Besonders in Erinnerung blieben mir die farbigen Kinderbilder und der alte Waschraum. Sie wirkten zwischen den eingestürzten Decken und verkohlten Balken beinahe unwirklich. Meine Fotografien dokumentieren die Villa Adera in einem Zustand, in dem ihre frühere Funktion nur noch durch einzelne bauliche Spuren angedeutet wurde.

Atmosphere / Atmosphäre
41%
Risk / Gefahr
49%
Vandalism / Vandalismus
5%
Decay / Verfall
67%

Germany, visited in 2013

Da dieser Ort nicht offiziell zu besichtigen ist, darf ich keinen genauen Standort im Internet veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis.

This place is not officially open for visitors, I am not allowed to publish the exact coordinates or give out any information. I ask for your understanding.

Falls Ihnen ein Foto ganz besonders gut gefällt und Sie einen Kunstdruck dessen erwerben möchten, können Sie dies im Lost Places Shop tun. Falls Sie Interesse an Fotografien für eine Dokumentation oder sonstige mediale Verwendung haben, schreiben Sie mir direkt eine E-Mail an info@lost-places.com.

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