Tel Saki liegt auf einer vulkanischen Erhebung in den südlichen Golanhöhen. Der Hügel ist rund 494 Meter hoch und befindet sich wenige Kilometer nördlich von Ramat Magshimim. Vor dem Jom-Kippur-Krieg 1973 diente Tel Saki als nächtlicher Beobachtungsposten. Eine Radarstellung sollte Bewegungen in der Umgebung erfassen und mögliche Infiltrationen melden.
Die Fotos zeigen den weiten, offenen Höhenzug ebenso wie die Bunkeranlage und militärische Relikte, die das Gelände heute prägen. Tel Saki ist ein historischer Erinnerungsort, an dem Landschaft und Kriegsgeschichte unmittelbar zusammentreffen.
Quellen: Israelisches Verteidigungsministerium: Schlacht um Tel Saki | KKL: Gedenkstätte Tel Saki
Am 6. Oktober 1973, dem Beginn des Jom-Kippur-Krieges, wurde der normalerweise nicht dauerhaft besetzte Beobachtungsposten kurzfristig mit einer kleinen Gruppe Fallschirmjäger unter Leutnant Menachem Ansbacher besetzt. Ihr Auftrag war es, Bewegungen syrischer Truppen zu beobachten und zu melden. Gegen 13:50 Uhr begann ein schwerer syrischer Artilleriebeschuss. In den folgenden Stunden erreichten syrische Panzer- und Infanterieverbände den südlichen Golan.
Die Stellung war nur begrenzt befestigt. Drei kleine Betonstellungen und ein einfacher Kampfstand boten Schutz, doch einen durchgehenden Schützengraben gab es nicht. Während der Kämpfe trafen weitere Soldaten und Panzerbesatzungen am Hügel ein. Tel Saki wurde umkämpft und von syrischen Kräften eingeschlossen. Mehrere Entsatzversuche scheiterten zunächst. Die verbliebenen Soldaten harrten im Bunker aus, bis am 8. Oktober ein israelischer Gegenangriff begann und eingeschlossene Männer befreit werden konnten.
Der Kampf dauerte drei Tage und wurde zu einem prägenden Ereignis der Kämpfe auf den Golanhöhen. Die heutige Gedenkstätte erinnert an die Gefallenen und an die Menschen, die den Kampf überlebten.
Quellen: Israelisches Verteidigungsministerium: Schlacht um Tel Saki | Israelisches Verteidigungsministerium: Gedenkstätte Tel Saki
Der große Basaltbunker auf dem Hügel ist nicht mit dem ursprünglichen Kampfstand von 1973 gleichzusetzen. Nach Angaben der überlebenden Kämpfer wurde der heutige Bunker erst einige Jahre nach dem Krieg errichtet. Die ursprüngliche Stellung war wesentlich einfacher und bot deutlich weniger Schutz.
Die Gedenkanlage besteht aus mehreren Elementen: einer Gedenkwand, einer Namenstafel und einer Erinnerungsflamme. Auf der Wand stehen die Worte „Freunde vergessen Freunde nicht“. Das KKL entwickelte das Gedenkprojekt gemeinsam mit dem israelischen Verteidigungsministerium und der Regionalverwaltung des Golan; abgeschlossen wurde es im Oktober 2023.
Der Bunker wird heute auch für Bildungsangebote genutzt. Die offizielle Website von Tel Saki beschreibt Aktivitäten und ein Escape-Room-Erlebnis im Bunker. Tel Saki ist damit zugleich Erinnerungsort und Besucheranlage.
Quellen: Vereinigung der Tel-Saki-Kämpfer: Geschichte und Bunker | KKL: Aufbau der Gedenkstätte | Tel Saki: Aktivitäten im Bunker
Auf dem Außengelände stehen stark verwitterte Panzer und Geschütze. Rost, beschädigte Bauteile und freiliegende Mechanik bilden einen deutlichen Kontrast zur weiten Landschaft. Die Fotografien zeigen die Fahrzeuge und Waffen als sichtbare militärische Relikte, ohne einzelne Modelle oder ihre konkrete Rolle im Kampf zu behaupten.
Ein Foto zeigt außerdem mehrsprachige Warnschilder, die vor Minen warnen. Die Schilder bilden einen ernsten Gegenpol zu den offenen Landschaftsbildern und erinnern daran, dass Tel Saki in einer militärisch geprägten Umgebung liegt.
Bei meinem Besuch 2023 habe ich Tel Saki außen und im Inneren der Bunkeranlage fotografiert. Mich interessiert der Gegensatz zwischen dem offenen, weitläufigen Golan und den engen Gängen mit ihren verstärkten Türen und Metallrahmen. Draußen prägen Panzerwracks und Geschütze das Bild, während im Bunker die massive Bauweise und die langen Korridore den Blick führen.
Meine Bilder verbinden die sichtbaren Spuren militärischer Nutzung mit der Geschichte des Ortes. Tel Saki ist für mich ein Platz, an dem Landschaft, Bunker und Erinnerung eng miteinander verbunden sind.
Falls Ihnen ein Foto ganz besonders gut gefällt und Sie einen Kunstdruck dessen erwerben möchten, können Sie dies im Lost Places Shop tun. Falls Sie Interesse an Fotografien für eine Dokumentation oder sonstige mediale Verwendung haben, schreiben Sie mir direkt eine E-Mail an info@lost-places.com.