Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

Lost Places Israel: Verlassene Orte zwischen Wüste und Meer

Zwischen Mittelmeerküste, Totem Meer, Wüstenlandschaften und den Höhen im Norden liegen außergewöhnliche Lost Places in Israel. Verlassene Freizeitanlagen, zerfallene Festungen, ehemalige Militärstellungen und religiöse Ruinen erzählen von unterschiedlichen Epochen und tiefgreifenden Veränderungen.

Während meiner Reise im Jahr 2023 habe ich sieben dieser Orte fotografisch dokumentiert. Dabei führte mich meine Route vom Süden des Landes bis in den Norden sowie zu geschichtlich und politisch sensiblen Regionen. Mein Bilderarchiv zeigt die Orte so, wie ich sie während dieser Reise vorgefunden habe.

Verlassene Festungen und historische Ruinen

Das Hunin Castle liegt im Norden nahe der heutigen Grenze zum Libanon. Die Festungsruine ist auch unter den historischen Namen Château Neuf und Castellum Novum bekannt. Von der einst strategisch bedeutenden Anlage sind Mauern, Gewölbe und eine unterirdische Zisterne erhalten geblieben.

Während meiner Erkundung gelangte ich über eine improvisierte Strickleiter in den teilweise eingestürzten unterirdischen Bereich. Gerade dort wurde deutlich, welche Gefahren sich zwischen instabilen Mauern und verdeckten Öffnungen verbergen können.

Quelle: BibleWalks: Geschichte und Aufbau von Hunin Castle

Eine weitere historische Anlage ist das Castle Cafarlet bei HaBonim. Die Küstenfestung besitzt einen frühislamischen Grundriss und wurde später von Kreuzfahrern genutzt und verändert. Runde Ecktürme, Mauerreste und teilweise verschüttete Innenräume lassen die unterschiedlichen Bauphasen noch heute erkennen.

Bei meinem Besuch entdeckte ich am Hang eine in den Fels geschlagene Grabkammer. Außerdem geriet ich beinahe in eine verdeckte Öffnung, in deren unmittelbarer Umgebung sich mehrere Schlangen befanden.

Quelle: BibleWalks: Cafarlet Fortress und HaBonim

Das verlassene Ein Gedi Spa am Toten Meer

Das Ein Gedi Spa war einst ein beliebtes Wellnesszentrum direkt am Toten Meer. Durch den stark zurückgegangenen Wasserstand entfernte sich die Küstenlinie jedoch immer weiter von der Anlage. Gleichzeitig entstanden in der Region gefährliche Dolinen.

Heute stehen die ehemaligen Behandlungsräume, Becken und Außenanlagen verlassen in der trockenen Landschaft. Der frühere Zugang zum Wasser ist kaum noch mit der ursprünglichen Lage des Spas vergleichbar.

Quelle: Helmholtz-Zentrum Hereon: Rückgang des Toten Meeres

Der verlassene Wasserpark von Aschkelon

Der Water Park Aschkelon wurde 1987 eröffnet und verfügte über mehrere große Wasserrutschen, Schwimmbecken, einen Kinderbereich und gastronomische Einrichtungen. Zu der Anlage gehörte außerdem ein Amphitheater, das inzwischen abgerissen wurde.

Nach der Schließung im Jahr 2014 verfiel das weitläufige Gelände zunehmend. Leere Becken, beschädigte Rutschen und überwucherte Bereiche erinnern heute an die frühere Nutzung als Freizeitziel an der Mittelmeerküste.

Militärische Spuren und Kunst am Toten Meer

Die Dead Sea Art Gallery Minus 430 befindet sich in den Ruinen einer ehemaligen jordanischen Militärstellung am nördlichen Toten Meer im Westjordanland. Im Jahr 2018 verwandelten internationale und lokale Künstler die verlassenen Gebäude in ein großflächiges Kunstprojekt.

Die Wandbilder beschäftigen sich mit dem sinkenden Wasserspiegel des Toten Meeres, der geografischen Lage der Region und dem Zusammenleben unterschiedlicher Gemeinschaften. Dadurch verbindet der Ort militärische Vergangenheit, Verfall und moderne Kunst.

Quelle: Sonntagsblatt: Kunstprojekt Minus 430

Das Valley of Tears auf den Golanhöhen

Das Valley of Tears war im Oktober 1973 einer der bedeutenden Schauplätze des Jom-Kippur-Krieges. Noch heute erinnern Panzer, Bunker, Gräben und Gedenkstätten an die schweren Kämpfe zwischen israelischen und syrischen Streitkräften.

Die militärischen Überreste auf den Golanhöhen sind keine klassischen verlassenen Gebäude. Dennoch dokumentieren sie einen historischen Ort, dessen sichtbare Spuren bis in die Gegenwart reichen.

Quelle: Encyclopaedia Britannica: Yom-Kippur-Krieg

Die verlassene Al-Abbasiyya Moschee

Die Al-Abbasiyya Mosque gehört zu den letzten erhaltenen Bauwerken des ehemaligen Dorfes Al-Abbasiyya. Das steinerne Gebäude mit seiner markanten Kuppel steht heute verlassen und ist deutlich vom Verfall gezeichnet.

Zwischen den alten Mauern wird sichtbar, wie eng Architektur, Religion und die konfliktreiche Geschichte der Region miteinander verbunden sind. Die Galerie dokumentiert den heutigen Zustand des Bauwerks, ohne den Ort aus seinem historischen Zusammenhang zu lösen.

Mein Besuch 2023

Israel gehörte für mich zu den abwechslungsreichsten Reisen meiner bisherigen Dokumentation. Innerhalb vergleichsweise kurzer Entfernungen wechselten sich grüne Landschaften, trockene Wüsten, Küstenregionen und geschichtsträchtige Orte ab.

Besonders eindrucksvoll war die große Bandbreite der verlassenen Orte. Sie reicht von einem modernen Wasserpark über ein aufgegebenes Spa bis zu jahrhundertealten Festungsanlagen und militärischen Relikten.

Alle auf dieser Seite gezeigten Aufnahmen entstanden während meiner Reise im Jahr 2023. Sie dienen der fotografischen und journalistischen Dokumentation. Politisch sensible Orte, religiöse Stätten, militärische Bereiche und Privatgrundstücke sollten stets mit besonderem Respekt behandelt werden.

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