Der Gerresheimer Waldfriedhof liegt im Osten Düsseldorfs, eingebettet in ein Waldgebiet an den Ausläufern des Bergischen Landes. Die Anlage wurde 1906 eröffnet und wird bis heute als Friedhof genutzt. Meine Fotografien zeigen den Ort aus einer stillen und detailreichen Perspektive. Im Mittelpunkt stehen alte Grabsteine, verwitterte Inschriften, Moos und Farne.
Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf: Friedhof Gerresheim
Der Waldfriedhof entstand, weil der frühere Friedhof an der heutigen Dreherstraße für die wachsende Gemeinde Gerresheim nicht mehr ausreichte. Am 10. Oktober 1906 wurde der neue Friedhof am Fuß des Taubenbergs eröffnet. Drei Tage später fand dort die erste Beisetzung statt.
Im Laufe der Zeit wurde die Anlage erweitert. Heute umfasst der Gerresheimer Waldfriedhof knapp 33 Hektar und gliedert sich in einen unteren und einen oberen Bereich. Im Jahr 1966 entstand im oberen Teil eine zweite Kapelle.
Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf: Friedhof Gerresheim
Die alten Grabsteine wirken an vielen Stellen beinahe mit der Natur verbunden. Moos bedeckt die Kanten, Farne wachsen zwischen den Gräbern und manche Inschriften sind nur noch schwer zu erkennen. Zwischen den Bäumen entsteht eine ruhige Atmosphäre, in der die Spuren vergangener Generationen langsam verblassen.
Meine Fotografien konzentrieren sich auf diese kleinen Details. Nahaufnahmen von Stein, Moos und verwitterten Schriftzügen stehen dabei neben ruhig komponierten Bildern des bewaldeten Friedhofs.
Ich besuchte den Gerresheimer Waldfriedhof im Jahr 2010. Besonders beeindruckt haben mich die alten Grabsteine, die teilweise stark von Moos überwachsen waren. Durch das dichte Grün, die hohen Bäume und das weiche Licht wirkte der Ort still und beinahe entrückt.
Der Waldfriedhof ist kein aufgegebener Ort. Trotzdem erzählen die verwitterten Grabmale von einer langen Vergangenheit. Genau diese Verbindung aus Natur, Zeit und Erinnerung steht im Mittelpunkt meiner fotografischen Dokumentation.
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