Die hier dokumentierte Villa befindet sich auf der Kanareninsel Lanzarote in exponierter Lage mit freiem Blick auf den Atlantik. Die Anlage wurde im Jahr 2026 fotografisch erfasst. Nach aktuellem Kenntnisstand steht das Gebäude vermutlich seit etwa dem Jahr 2000 leer. Gesicherte Informationen zur Baugeschichte, zu Eigentumsverhältnissen oder zur ursprünglichen Nutzung liegen derzeit nicht vor.
Das Objekt liegt in einer von vulkanischem Gestein geprägten Landschaft mit landwirtschaftlich genutzten Flächen in Küstennähe. Mehrere Terrassenebenen, eingefasst von niedrigen Mauern aus regionalem Lavagestein, strukturieren das Grundstück. Durch die erhöhte Position besteht ein weiter Blick über die umliegende Landschaft bis zum Atlantik. Die offene Lage führt zugleich zu einer dauerhaften Einwirkung von Wind, intensiver Sonneneinstrahlung und salzhaltiger Meeresluft.
Die Villa weist eine offene Bauweise mit großflächigen Fensteröffnungen, umlaufenden Terrassen sowie einem zentralen Treppenbereich auf. Die Raumstruktur folgt typischen Gestaltungsprinzipien der Kanarenarchitektur, bei denen Lichtführung, Luftzirkulation und Ausblick eine zentrale Rolle spielen. Ein leerstehendes Schwimmbecken sowie weitläufige Bodenflächen deuten auf eine ursprünglich gehobene Nutzung als Wohn oder Ferienhaus hin.
Das Gebäude befindet sich in fortgeschrittenem Verfall. Putzabplatzungen, beschädigte Fensterrahmen, lose Bodenfliesen und Korrosionsspuren an Metallteilen sind deutlich sichtbar. Teilweise zerstörte Dachbereiche ermöglichen direkten Lichteinfall in die Innenräume. Einrichtungsgegenstände sind nicht mehr vorhanden, sodass ausschließlich die bauliche Substanz erhalten blieb.
Auf Lanzarote existieren mehrere unvollendete oder aufgegebene Bauprojekte aus der Zeit um die Jahrtausendwende. Ursachen hierfür können wirtschaftliche Veränderungen, nicht realisierte Nutzungskonzepte oder private Entscheidungen gewesen sein. Konkrete Hinweise auf den Grund des Leerstands dieser Villa konnten vor Ort jedoch nicht festgestellt werden.
Natürliche Einflüsse verändern die Bausubstanz kontinuierlich weiter. Vegetation breitet sich in geschützten Bereichen aus, Materialien verwittern, und einzelne Bauteile verlieren zunehmend ihre Stabilität. Trotz dieses Zustands bleibt die ursprüngliche architektonische Ausrichtung der Anlage klar erkennbar und dokumentiert eine Phase baulicher Entwicklung in küstennahen Regionen der Kanaren.
Ich besuchte die Villa 2026 in der Mittagssonne bei sehr gutem Wetter. Das helle Licht und der klare Himmel verstärkten den Kontrast zwischen der weißen Fassade und der dunklen Vulkanlandschaft. Vor Ort konnte ich mich ruhig und ohne Zeitdruck bewegen und gemütlich durch die leeren Räume schlendern. Besonders auffällig war dabei, wie stark die Belichtung durch die großen Fensterflächen die Raumwirkung bestimmt und wie deutlich sich die Witterungsspuren an Oberflächen und Bauteilen abzeichnen.
Auf der zum Meer ausgerichteten Terrasse legte ich eine Pause von etwa dreißig Minuten ein und genoss den weiten Blick über die Küste bis zum Atlantik. Die Kombination aus Wind, Sonne und Ausblick macht nachvollziehbar, warum diese Lage ursprünglich gewählt wurde und weshalb die Terrasse heute zu den prägnantesten Bereichen des Objekts zählt.
Da dieser Ort nicht offiziell zu besichtigen ist, darf ich keinen genauen Standort im Internet veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis.
This place is not officially open for visitors, I am not allowed to publish the exact coordinates or give out any information. I ask for your understanding.
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