Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

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Bärenhöhle Kleve: Wurzelhöhle im Klever Wald

Die Bärenhöhle Kleve ist keine klassische Höhle im Gestein. Sie entstand im mächtigen Wurzelwerk einer alten Buche am Rand einer steilen Schlucht. Zwischen den freiliegenden Wurzeln öffnet sich ein begehbarer Hohlraum, der wie der Eingang in eine verborgene Welt wirkt.

Was ist die Bärenhöhle Kleve?

Bei der Bärenhöhle handelt es sich um eine natürliche Wurzelhöhle im Klever Wald. Das Erdreich unter einer großen Buche wurde im Laufe der Zeit teilweise abgetragen. Dadurch liegen ihre weit verzweigten Wurzeln heute frei.

Zwischen den Wurzeln entstand ein Hohlraum, durch den man hindurchblicken und stellenweise hindurchgehen kann. Im Inneren erreicht die aus Wurzeln gebildete Decke ungefähr eine Höhe von eineinhalb Metern.

Quelle: Niederrhein Tourismus: Bärenhöhle im Reichswald

Die Wurzeln einer alten Buche

Die Bärenhöhle wird von einer mächtigen Buche gebildet, deren Alter mit mehr als 200 Jahren angegeben wird. Trotz des teilweise freiliegenden Wurzelwerks steht der Baum weiterhin oberhalb des Hohlraums.

Die starken Wurzeln ziehen sich über den Boden und greifen ineinander. Aus verschiedenen Blickwinkeln erinnern sie an Säulen, Rippen oder die knöchernen Strukturen eines riesigen Tieres. Dieser ungewöhnliche Anblick gab dem Ort vermutlich seinen volkstümlichen Namen.

Eine Höhle ohne Felsgestein

Anders als eine gewöhnliche Höhle entstand die Bärenhöhle nicht durch geologische Hohlräume im Fels. Regenwasser, Bodenerosion und die Hanglage legten das Wurzelsystem der Buche nach und nach frei.

Die Wurzeln stabilisieren weiterhin den Boden, während sich darunter ein geschützter Raum gebildet hat. Die Bärenhöhle zeigt damit eindrucksvoll, wie Landschaft, Witterung und Pflanzenwachstum gemeinsam außergewöhnliche Formen erschaffen können.

Die Schlucht am Schlangenpass

Die Bärenhöhle befindet sich im Wald an einer tiefen Schlucht nahe dem sogenannten Schlangenpass. Von oben lässt sich zunächst nur das ausgedehnte Wurzelwerk erkennen. Erst aus einer niedrigeren Perspektive wird sichtbar, wie groß der Hohlraum tatsächlich ist.

Der bewaldete Hang und die schmalen Wege verstärken die abgeschiedene Atmosphäre. Besonders nach Regen können der Boden, die Wurzeln und die Hänge jedoch sehr rutschig sein.

Quelle: Niederrhein Tourismus: Wandern im Tiergartenwald

Ein außergewöhnlicher Ort im Klever Wald

Die Waldlandschaft rund um Kleve ist von Anhöhen, Schluchten und historischen Sichtachsen geprägt. Neben der Bärenhöhle befinden sich dort weitere Ziele wie die Steinmännchen und der Aussichtspunkt Kupferner Knopf.

Obwohl die Bärenhöhle kein verlassener Ort im eigentlichen Sinne ist, passt sie in mein Archiv außergewöhnlicher Plätze. Ihre Form wirkt geheimnisvoll und erinnert an eine von der Natur geschaffene Ruine.

Wandern zur Bärenhöhle

Die Bärenhöhle lässt sich über verschiedene Wanderwege durch den Tiergartenwald erreichen. Eine Rundwanderung verbindet den Ort mit weiteren Natur- und Aussichtspunkten in der Umgebung von Kleve.

Der Hohlraum und die angrenzende Schlucht sollten vorsichtig und mit Rücksicht auf den alten Baum erkundet werden. Die freiliegenden Wurzeln sind Teil eines lebenden Organismus und dürfen nicht beschädigt werden.

Quelle: Radroutenplaner NRW: Sehenswürdigkeiten bei Kleve

Mein Besuch 2021

Ich besuchte die Bärenhöhle Kleve im Jahr 2021. Schnee und Eis hatten den Wald in eine beinahe unwirkliche Landschaft verwandelt. Zwischen den dunklen Wurzeln und dem hellen Boden wirkte die alte Buche besonders eindrucksvoll.

Aus dem Inneren der Wurzelhöhle eröffnete sich eine ungewöhnliche Perspektive auf den Wald. Für mich war dieser Ort ein Beispiel dafür, dass nicht nur verlassene Gebäude Geschichten erzählen. Auch die Natur kann Räume erschaffen, die geheimnisvoll, vergänglich und wie aus einer anderen Zeit wirken.

Atmosphere / Atmosphäre
61%
Risk / Gefahr
4%
Vandalism / Vandalismus
5%
Decay / Verfall
46%

Germany, visited in 2021

Falls Ihnen ein Foto ganz besonders gut gefällt und Sie einen Kunstdruck dessen erwerben möchten, können Sie dies im Lost Places Shop tun. Falls Sie Interesse an Fotografien für eine Dokumentation oder sonstige mediale Verwendung haben, schreiben Sie mir direkt eine E-Mail an info@lost-places.com.

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