Unter dem Namen Villa Hemmolt dokumentiere ich ein verlassenes Backsteinhaus in Deutschland, dessen Räume im Jahr 2012 noch zahlreiche Spuren des früheren Alltags bewahrten. Alte Herde, ein vollständiges Bett, ein Fernseher und kleine persönliche Gegenstände verwandelten das Gebäude in ein stilles Archiv vergangenen Lebens.
Die Außenansicht der Villa unterschied sich deutlich von ihrem Inneren. Das große Backsteinhaus wirkte von der Straße aus noch vergleichsweise geschlossen. Seine symmetrisch angeordneten Fenster, die verzierten Giebel und die gemauerten Fassadendetails ließen seine einst stattliche Erscheinung erkennen.
Gleichzeitig hatte die Natur bereits damit begonnen, Teile des Gebäudes zu verdecken. Büsche und Kletterpflanzen wuchsen an der Fassade empor, während der Garten hinter dem hölzernen Zaun immer dichter wurde.
Im Inneren führte eine hölzerne Treppe in die oberen Etagen. Gedrechselte Streben, ein massiver Handlauf und ein großer Treppenpfosten erinnerten an die ursprüngliche Gestaltung des Hauses. Spinnweben lagen über dem Holz, während die grüne Farbe an den Wänden großflächig abblätterte.
Viele Türen waren ebenfalls noch vorhanden. Ihre Kassetten und Beschläge gehörten zu den wenigen Bauteilen, die den langen Leerstand vergleichsweise gut überstanden hatten. Daneben lösten sich Tapeten und Farbschichten von den feuchten Wänden.
Einige Zimmer der Villa Hemmolt waren im Jahr 2012 noch eingerichtet. In einem Schlafzimmer stand ein vollständiges Holzbett mit Matratze und Decken. Auf dem Boden lagen Kleidungsstücke und weitere persönliche Gegenstände.
In einem anderen Raum befanden sich ein gemustertes Sofa und ein alter Röhrenfernseher. Die Tapeten hingen bereits in großen Bahnen von den Wänden. Trotzdem ließ sich noch erkennen, wie die Räume während ihrer letzten Nutzung eingerichtet gewesen waren.
Besonders auffällig war ein roter Sessel, der allein zwischen Bauschutt, einer Getränkekiste und herabgefallenen Holzteilen stand. Solche einzelnen Farbakzente bildeten einen starken Kontrast zu den grauen und ausgebleichten Oberflächen des Hauses.
Mehrere alte Kochmaschinen gehörten zu den charakteristischen Fundstücken der Villa. Auf einem der Herde standen noch ein Topf, ein Wasserkessel und weitere Küchenutensilien. Ein anderer Herd war teilweise geöffnet, während eine alte Emailletasse auf seiner Ablage stand.
Daneben entdeckte ich ein Bügeleisen, eine Metallreibe, Töpfe und unterschiedliche Werkzeuge. Die Gegenstände waren von Staub und abgeblätterten Tapeten bedeckt, lagen jedoch noch immer an den Plätzen, an denen sie offenbar einst benutzt worden waren.
Zwischen den größeren Möbelstücken lagen zahlreiche kleine Gegenstände. Dazu gehörten Knöpfe, Garn, eine alte Rolle Zellwolle und eine Metalldose mit der Aufschrift „Menocid-Tabletten“. Auf einer Fensterbank standen weitere Dosen und Flaschen, die inzwischen von Spinnweben umgeben waren.
Auch ein altes technisches Buch war zurückgeblieben. Es lag aufgeschlagen zwischen Staub und Trümmern. Solche unscheinbaren Funde erzählten oft mehr über die früheren Bewohner als die leeren Räume selbst.
Obwohl viele Einrichtungsgegenstände erhalten waren, befand sich das Gebäude bereits in einem schlechten Zustand. An mehreren Fenstern fehlten Teile der Wandverkleidung, sodass das darunterliegende Mauerwerk sichtbar wurde. Außerdem waren Abschnitte der Decke eingestürzt und legten das alte Holzgeflecht unter dem Putz frei.
Feuchtigkeit hatte Farben, Tapeten und Holzoberflächen angegriffen. Dennoch war der Vandalismus zum Zeitpunkt meines Besuchs vergleichsweise gering. Dadurch wirkte die Villa weniger wie eine zerstörte Ruine und vielmehr wie ein langsam zerfallendes Wohnhaus, das irgendwann sich selbst überlassen worden war.
Ich besuchte die Villa Hemmolt im Jahr 2012. Besonders eindrucksvoll war für mich die Menge der erhaltenen Alltagsgegenstände. Von den alten Kochmaschinen bis zum bezogenen Bett wirkten viele Räume, als hätten ihre Bewohner das Haus erst kurze Zeit zuvor verlassen.
Gleichzeitig waren die Folgen des Leerstands überall sichtbar. Bröckelnder Putz, freiliegendes Mauerwerk und beschädigte Decken zeigten, dass die verbliebenen Erinnerungen nicht mehr lange erhalten bleiben würden. Meine Fotografien bewahren deshalb einen Zustand, der vermutlich nur für einen begrenzten Zeitraum existierte.
Da dieser Ort nicht offiziell zu besichtigen ist, darf ich keinen genauen Standort im Internet veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis.
This place is not officially open for visitors, I am not allowed to publish the exact coordinates or give out any information. I ask for your understanding.
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