Direkt an der Küste von Melaka in Malaysia steht das ehemalige The Lisbon Melaka.
Ein weitläufiger Hotelkomplex mit weißen Arkaden, offenen Innenhöfen und direktem Blick auf die Straße von Malakka.
Als ich 2024 dort war, wirkte alles wie eingefroren. Kein Betrieb, keine Gäste, nur Wind vom Meer und leere Korridore, die eigentlich für Ankunft und Urlaub gebaut wurden.
Quelle:
The Lisbon Melaka Official Website
Die besondere Wirkung entsteht durch die unmittelbare Lage am Wasser.
Von mehreren Ebenen aus fällt der Blick direkt auf die Küste und das Wattgebiet vor Melaka.
Die Stadt selbst gehört gemeinsam mit George Town seit 2008 zum UNESCO Weltkulturerbe und ist historisch ein zentraler Knotenpunkt des Seehandels in Südostasien.
Quellen:
UNESCO World Heritage Centre |
Tourism Malaysia
Der Komplex wurde ursprünglich als Hotelresort konzipiert und nach verfügbaren Reiseberichten um das Jahr 2008 eröffnet.
Die Architektur folgt einem offenen, mediterran anmutenden Stil mit Laubengängen, überdachten Verbindungen und großzügigen Innenbereichen.
Später wurde das Gebäude zeitweise mit der Limkokwing University in Verbindung gebracht, bevor es erneut in einen Stillstand geriet.
Quellen:
Ipoh Mali Photography |
The Vibes Malaysia
Nach der Corona Pandemie kam der Betrieb zum Erliegen.
2024 zeigte sich der Ort in einer Zwischenphase. Nicht zerstört, nicht verwahrlost im klassischen Sinne, sondern schlicht ohne Funktion.
Laub sammelte sich in den Gängen, Pflanzen wuchsen zwischen Pflastersteinen und der Blick aufs Meer blieb das stärkste Motiv.
Quelle:
The Vibes Malaysia
Laut aktuellen Hotelverzeichnissen und Buchungsplattformen wurde The Lisbon Melaka im Jahr 2025 wieder eröffnet beziehungsweise als neu eröffnet gelistet.
Damit dokumentieren meine Aufnahmen aus 2024 genau den Moment dazwischen.
Eine Phase, in der das Gebäude noch still war, obwohl seine Geschichte noch nicht abgeschlossen war.
Ich war 2024 vor Ort.
Die Mischung aus Meerblick, tropischer Hitze und leeren Arkaden erzeugte eine fast surreale Atmosphäre.
Für mich war es kein klassischer Lost Place mit Zerstörung, sondern ein Ort im Übergang.
Ein Hotel zwischen Vergangenheit und Neustart.
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