Unter dem Namen St. Barbara Hospital dokumentiere ich ein ehemaliges Krankenhaus in Wuppertal. Als ich den Gebäudekomplex 2010 besuchte, wirkten viele Räume nicht wie eine seit Jahrzehnten vergessene Ruine. Patientenzimmer, medizinische Geräte, Arzneimittel und Unterlagen erinnerten vielmehr an einen Betrieb, der erst vor vergleichsweise kurzer Zeit aufgegeben worden war.
In den verlassenen Stationen standen noch Krankenbetten und medizinische Apparaturen. Wegweiser führten zu früheren Behandlungsbereichen, während Schlüssel, Karteikarten und zurückgelassene Arbeitsmaterialien auf den Böden lagen. Dadurch entstand der Eindruck, dass der Alltag des Krankenhauses lediglich unterbrochen worden war.
Quelle: Eigene Dokumentation und Fotografien des St. Barbara Hospitals aus dem Jahr 2010.
Einzelne Patientenzimmer waren noch nahezu vollständig eingerichtet. Neben höhenverstellbaren Krankenhausbetten standen Nachttische, Metallschränke und medizinische Geräte. An den Wänden waren Anschlüsse und Halterungen der früheren Versorgung erhalten.
Auch die Beschilderung innerhalb des Krankenhauses war teilweise noch vorhanden. Hinweise auf mehrere Stationen und eine Überwachungsstation ließen erkennen, dass der Komplex aus unterschiedlichen medizinischen Bereichen bestand. Lange Korridore verbanden die Behandlungsräume miteinander.
Obwohl bereits erste Schäden sichtbar waren, befand sich das Innere 2010 noch in einem ungewöhnlich vollständigen Zustand. Gerade diese Mischung aus beginnendem Verfall und zurückgelassener Ausstattung machte das verlassene Krankenhaus in Wuppertal besonders eindrucksvoll.
Quelle: Eigene Fotografien der Patientenzimmer, Flure und Stationsbeschilderungen von 2010.
In verschiedenen Räumen entdeckte ich Instrumente und Geräte aus dem früheren Klinikbetrieb. Dazu gehörten technische Apparaturen, Messgeräte, Laborzubehör und Flaschen mit medizinischen Präparaten. Einige Gegenstände waren noch geordnet, andere bereits auf dem Boden verteilt.
Besonders auffällig waren die vielen kleinen Details: beschriftete Becher, Schlüsselbunde, Fachliteratur, Karteikarten und eine Arzneimittelliste aus dem Jahr 2002. Sie vermittelten einen unmittelbaren Eindruck davon, wie die Räume vor ihrer Aufgabe verwendet worden waren.
Solche Hinterlassenschaften sind heute nicht nur wegen möglicher Schadstoffe problematisch. Auch persönliche Dokumente und medizinische Unterlagen müssen aus Respekt vor ehemaligen Patienten vertraulich behandelt werden. Deshalb zeigen meine Fotografien keine lesbaren persönlichen Daten.
Quelle: Eigene fotografische Dokumentation der im Gebäude vorgefundenen Ausstattung.
Der Gebäudekomplex bestand erkennbar aus mehreren Bauabschnitten. Neben älteren Gebäudeteilen waren funktionale Erweiterungen und modernisierte Klinikbereiche vorhanden. Ein im Gebäude fotografierter Stein trägt deutlich die Jahreszahl 1929.
Diese Jahreszahl liefert einen Hinweis auf eine frühere Bau- oder Erweiterungsphase. Sie belegt allein jedoch weder das Gründungsjahr des Krankenhauses noch das Alter des gesamten Komplexes. Ohne eindeutig zuordenbare Bauakten wäre eine weitergehende Behauptung nicht seriös.
Die Architektur der älteren Bereiche unterschied sich deutlich von modernen Krankenhäusern. Hohe Fenster, massive Treppenhäuser und lange Stationsflure trafen auf nachträglich eingebaute medizinische Technik. Dadurch ließ sich der Wandel des Gebäudes über mehrere Jahrzehnte noch gut erkennen.
Quellen: Eigene Aufnahme des Bauteils mit der Jahreszahl 1929 · Helios Universitätsklinikum Wuppertal – historische Entwicklung der Wuppertaler Krankenhauslandschaft
Die Dokumentation wird unter dem Namen St. Barbara Hospital veröffentlicht. Einen genauen Standort oder Zugang nenne ich nicht. Das Gebäude war bereits bei meinem Besuch kein offiziell zugängliches Ausflugsziel.
Verlassene Krankenhäuser bergen besondere Gefahren. Neben instabilen Bauteilen können Glasscherben, kontaminierte Gegenstände, Chemikalien und offene Versorgungsschächte vorhanden sein. Die Fotografien sind deshalb keine Aufforderung, das Gelände zu betreten.
Über die weitere Entwicklung des Gebäudes liegen mir keine ausreichend belastbaren Informationen vor. Aus diesem Grund verzichte ich bewusst auf unbelegte Aussagen über einen späteren Abriss, eine Sanierung oder eine mögliche Nachnutzung.
Quelle: Eigene Ortskenntnis und Dokumentation; die genaue Lage wird aus Sicherheits- und Schutzgründen nicht veröffentlicht.
Bei meinem Besuch im Jahr 2010 konnte ich zahlreiche Bereiche des ehemaligen Krankenhauses fotografisch festhalten. Besonders eindrucksvoll waren die vollständig eingerichteten Patientenzimmer und die vielen medizinischen Gegenstände, die noch an ihre frühere Verwendung erinnerten.
Während einige Räume bereits deutliche Spuren des Verfalls zeigten, wirkten andere beinahe so, als könnten Ärzte und Pflegekräfte jederzeit zurückkehren. Gerade dieser Gegensatz verlieh dem St. Barbara Hospital seine beklemmende Atmosphäre.
Meine Aufnahmen bewahren einen Zustand, der heute vermutlich nicht mehr in dieser Form existiert. Sie zeigen das Krankenhaus nicht nur als verlassenes Gebäude, sondern als ehemaligen Arbeits- und Lebensraum für Patienten, Ärzte und Pflegepersonal.
Weitere Dokumentationen findest du in meinem Archiv über Lost Places in Deutschland. Eine weitere verlassene medizinische Einrichtung aus der Region zeigt meine Fotodokumentation der Kurklinik Aprath.
Da dieser Ort nicht offiziell zu besichtigen ist, darf ich keinen genauen Standort im Internet veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis.
This place is not officially open for visitors, I am not allowed to publish the exact coordinates or give out any information. I ask for your understanding.
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