Die Sophienheilstätte bei Bad Berka wurde am 14. Oktober 1898 in einem Waldgebiet oberhalb von München errichtet. München ist heute ein Ortsteil von Bad Berka in Thüringen. Benannt wurde die Einrichtung nach Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach.
Die Heilstätte diente zunächst als Kureinrichtung zur Behandlung von Tuberkulosekranken. Der ursprünglich zweigeschossige Pavillonbau bot Platz für bis zu 80 Patienten. Wegen der hohen Nachfrage wurde die Anlage bereits kurze Zeit später erweitert.
Quelle: Wikipedia, Sophienheilstätte | Zentralklinik Bad Berka, Geschichte
Schon 1899 kamen ein weiterer Flügel, Liegehallen im Wald und Schlafbaracken hinzu. 1904 übernahm die Landesversicherungsanstalt Thüringen die Sophienheilstätte. In den Jahren 1911 und 1912 wurde das Haupthaus um zwei Etagen aufgestockt. Dadurch stieg die Zahl der Betten auf etwa 200.
Ab 1924 entwickelte sich die ursprüngliche Kurheilstätte zu einer modernen klinischen Einrichtung. Neue Behandlungsräume, Laboratorien und Röntgenapparate ermöglichten eine zeitgemäße Behandlung von Lungenkranken. In Bad Berka war die Einrichtung auch als Hustenburg bekannt.
Quelle: Wikipedia, Sophienheilstätte | Zentralklinik Bad Berka, Geschichte
Ab 1951 entstand auf der Harth bei Bad Berka eine neue Zentralklinik für Lungenkrankheiten und Tuberkulose. Die Sophienheilstätte verlor dadurch ihre ursprüngliche Funktion und wurde anschließend als Abteilung für Urologie und Orthopädie genutzt.
Nach dem Ende der DDR und der Privatisierung der Klinik im Jahr 1991 wurden die medizinischen Abteilungen schrittweise verlegt. 1993 wurde das historische Gebäude geräumt. Seit der Mitte der 1990er Jahre stand die Sophienheilstätte weitgehend leer und war zunehmend dem Verfall ausgesetzt.
Spätere Pläne sahen eine denkmalgerechte Sanierung und die Nutzung als Seniorenresidenz vor. Diese Vorhaben wurden jedoch lange Zeit nicht umgesetzt.
Quelle: Wikipedia, Sophienheilstätte | Zentralklinik Bad Berka, Geschichte
Meine Fotografien entstanden im Jahr 2012, als die Sophienheilstätte noch als verlassener Krankenhauskomplex erlebt wurde. Inzwischen wurde das Gelände neu belebt und wird unter dem Konzept Urban.Adventure.Space weiterentwickelt.
Heute gibt es geführte Touren, Veranstaltungen, Workshops, Gruppenangebote und Campingmöglichkeiten. Die Betreiber öffneten die Sophienheilstätte 2024 offiziell für geführte Besichtigungen. Ein spontaner Besuch ist nicht möglich. Der Zutritt erfolgt ausschließlich im Rahmen offizieller Touren, Veranstaltungen oder nach vorheriger Anfrage.
Quelle: Sophienheilstaette.space, aktuelle Nutzung | Sophienheilstaette.space, Wiedereröffnung
Die besondere Architektur und die verlassenen Innenräume machten die Sophienheilstätte zu einer bekannten Filmkulisse. Der Gebäudekomplex diente unter anderem als Drehort für Tatort: Der letzte Schrey, In aller Freundschaft, Die jungen Ärzte, Nightwatch, Jenseits der Angst und Theresa Wolff, Lost.
Auch verschiedene Dokumentationen und Reportagen beschäftigten sich mit der Geschichte und dem Verfall der ehemaligen Lungenheilstätte.
Quelle: Wikipedia, Sophienheilstätte
Bei meinem Besuch im Jahr 2012 zeigte sich die Sophienheilstätte als eindrucksvoller Lost Place mit langen Fluren, alten Krankenzimmern, großen Treppenhäusern und zahlreichen Spuren des früheren Klinikbetriebs.
Die abgeblätterte Farbe, die verlassenen Räume und die besondere Architektur vermittelten den Eindruck eines Ortes, an dem die medizinische Vergangenheit noch überall spürbar war. Heute sind diese Aufnahmen eine Dokumentation aus der Zeit vor der offiziellen Wiederbelebung der Anlage.
Da dieser Ort nicht offiziell zu besichtigen ist, darf ich keinen genauen Standort im Internet veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis.
This place is not officially open for visitors, I am not allowed to publish the exact coordinates or give out any information. I ask for your understanding.
Falls Ihnen ein Foto ganz besonders gut gefällt und Sie einen Kunstdruck dessen erwerben möchten, können Sie dies im Lost Places Shop tun. Falls Sie Interesse an Fotografien für eine Dokumentation oder sonstige mediale Verwendung haben, schreiben Sie mir direkt eine E-Mail an info@lost-places.com.