Das Rümpelhaus zur Wupper ist ein verlassenes Mehrfamilienhaus in Wuppertal. Hinter seinen Mauern befanden sich noch vollständig eingerichtete Wohnräume. Möbel, Geschirr, Kleidung und zahlreiche persönliche Gegenstände waren beim Verlassen des Gebäudes zurückgeblieben.
Gleichzeitig hatte der Verfall bereits große Teile des Hauses erfasst. Zwischen den zurückgelassenen Dingen lagen Schutt, zerbrochene Möbel und herabgestürzte Bauteile. Dadurch entstand ein verstörender Kontrast zwischen einem früheren Zuhause und dessen fortschreitender Zerstörung.
In einigen Räumen wirkte es, als hätten die früheren Bewohner ihren Alltag plötzlich unterbrochen. Schränke waren noch gefüllt, Mäntel hingen an den Wänden und auf den Möbeln standen Flaschen, Vasen und Haushaltsgegenstände. Selbst eine alte Kamera und ein grünes Telefon mit Wählscheibe waren noch vorhanden.
Besonders auffällig war das Wohnzimmer. Dort bedeckte eine großformatige Alpenlandschaft beinahe die gesamte Wand. Davor standen ein Sofa, ein Wohnzimmerschrank und weitere Möbel, während sich auf dem Boden zahllose Gegenstände stapelten.
Das vierstöckige Gebäude befand sich bereits in einem äußerst schlechten Zustand. Feuchtigkeit war durch das undichte Dach eingedrungen. Dadurch waren Decken, Wände und Holzböden stark beschädigt. In mehreren Bereichen waren Teile der Konstruktion bereits eingebrochen.
Tapeten lösten sich großflächig von den Wänden. Außerdem lagen Teile der Deckenverkleidung, Möbelstücke und persönliche Gegenstände zwischen den Trümmern. Der modrige Geruch und die sichtbaren Schäden zeigten deutlich, wie weit der Verfall bereits fortgeschritten war.
Warum die Wohnungen mitsamt ihrer Einrichtung aufgegeben wurden, ist nicht bekannt. Ebenso fehlen belastbare Informationen über die früheren Bewohner und die weitere Entwicklung des Gebäudes. Deshalb lässt sich aus den zurückgelassenen Gegenständen keine verlässliche Geschichte ableiten.
Gerade diese Ungewissheit machte den Ort jedoch besonders eindringlich. Hinter jedem Gegenstand schien sich ein Teil eines früheren Lebens zu verbergen. Dennoch blieben nur stumme Hinweise zurück, deren Zusammenhang heute nicht mehr nachvollziehbar ist.
Ich besuchte das Rümpelhaus zur Wupper im Jahr 2013. Schon beim Betreten fiel mir die enorme Menge zurückgelassener Dinge auf. Dennoch waren es nicht allein die überfüllten Räume, die diesen Ort so bedrückend machten.
Zwischen den Möbeln, Kleidungsstücken und Haushaltsgegenständen waren die schweren Schäden des Gebäudes überall sichtbar. Eingestürzte Decken und morsche Böden machten viele Bereiche unzugänglich. Deshalb musste ich mich äußerst vorsichtig durch das Haus bewegen.
Besonders in Erinnerung blieben mir die persönlichen Details. Das alte Telefon, die Polaroidkamera, die gerahmten Bilder und die noch immer aufgehängten Mäntel wirkten wie eingefrorene Fragmente eines vergangenen Alltags. Meine Fotografien dokumentieren diesen Zustand, ohne eine Geschichte zu erfinden, die sich heute nicht mehr belegen lässt.
Da dieser Ort nicht offiziell zu besichtigen ist, darf ich keinen genauen Standort im Internet veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis.
This place is not officially open for visitors, I am not allowed to publish the exact coordinates or give out any information. I ask for your understanding.
Falls Ihnen ein Foto ganz besonders gut gefällt und Sie einen Kunstdruck dessen erwerben möchten, können Sie dies im Lost Places Shop tun. Falls Sie Interesse an Fotografien für eine Dokumentation oder sonstige mediale Verwendung haben, schreiben Sie mir direkt eine E-Mail an info@lost-places.com.