Versteckt im Hünxer Wald liegt das ehemalige Munitionsdepot der Bundeswehr. Als ich den Ort im Jahr 2005 besuchte, war die militärische Nutzung bereits beendet. Zwischen den Bäumen standen jedoch noch zahlreiche Bunker und bauliche Überreste der früheren Anlage.
Die Kombination aus dichtem Wald, massiven Betonbauten und den Spuren des Verfalls verlieh dem Gelände eine besondere Atmosphäre. Heute sind meine Aufnahmen eine historische Dokumentation eines Ortes, der sich inzwischen stark verändert hat.
Quelle: KuLaDig: Ehemaliges Munitionsdepot Hünxe im Hünxer Wald
Das Munitionsdepot wurde für die militärischen Anforderungen des Kalten Krieges errichtet. Zwischen 1981 und 1998 lagerte die Bundeswehr hier Munition für den Heeresbedarf sowie reparaturbedürftige Munitionsverpackungen.
Die Anlage umfasste insgesamt 46 Bunker und erstreckte sich über eine Fläche von rund 44 Hektar. Die einzelnen Gebäude lagen weit voneinander entfernt im Wald. Diese räumliche Trennung sollte im Fall eines Unfalls oder Angriffs größere Schäden verhindern.
Quelle: KuLaDig: Ehemaliges Munitionsdepot Hünxe im Hünxer Wald
Mit dem Ende des Kalten Krieges verlor das Depot seine ursprüngliche Funktion. Die militärische Nutzung wurde 1999 endgültig aufgegeben. Im Jahr 2001 übernahm der Regionalverband Ruhr das gesamte Gelände.
Viele Gebäude außerhalb der eigentlichen Bunker wurden später abgerissen. Die massiven Munitionsbunker blieben dagegen erhalten, weil ein vollständiger Rückbau zu teuer und technisch aufwendig gewesen wäre. Dadurch sind sie bis heute als Relikte der militärischen Vergangenheit im Wald sichtbar.
Quelle: KuLaDig: Ehemaliges Munitionsdepot Hünxe im Hünxer Wald | Lost Place 360: Munitionsdepot Hünxe
Nach dem Ende der militärischen Nutzung entwickelte sich das Gelände zunehmend zu einem Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen. Sechs der Bunker wurden im Winter 2005/2006 zu Fledermaus-Winterquartieren umgebaut.
Im gesamten Bereich des ehemaligen Depots wurden mehrere Fledermausarten nachgewiesen. Auch Waldkauz, Waldschnepfe und Schleiereule gehören zu den dokumentierten Tierarten. Die früher militärisch abgeschirmte Fläche erfüllt heute damit eine wichtige ökologische Funktion.
Quelle: KuLaDig: Ehemaliges Munitionsdepot Hünxe im Hünxer Wald
Heute stehen vor allem die ehemaligen Munitionsbunker als sichtbare Zeugnisse des Kalten Krieges im Wald. Die Tore sind verschweißt und die Gebäude nicht als frei zugängliche Lost Places geöffnet. Ein Teil der Anlage dient inzwischen dem Fledermausschutz.
Das Gelände ist deshalb nicht nur ein Ort deutscher Militärgeschichte, sondern auch ein sensibler Naturraum. Aus Rücksicht auf die Tiere und den Schutz der Anlage veröffentliche ich keine exakten Koordinaten und gebe keine Hinweise zum unerlaubten Betreten.
Quelle: KuLaDig: Ehemaliges Munitionsdepot Hünxe im Hünxer Wald | Lost Place 360: Munitionsdepot Hünxe
Ich besuchte das Hünxer Munitionsdepot im Jahr 2005. Damals lagen die Bunker noch still und verlassen zwischen den Bäumen. Die militärische Vergangenheit war in den massiven Betonbauten deutlich spürbar, während sich die Natur ihren Raum bereits zurückeroberte.
Meine Fotografien halten den Zustand des ehemaligen Depots in einer Zeit fest, in der die Anlage noch deutlich als verlassener militärischer Komplex erkennbar war. Heute erinnern die Bunker zugleich an den Kalten Krieg und an die neue Bedeutung des Geländes als Lebensraum für Tiere.
Falls Ihnen ein Foto ganz besonders gut gefällt und Sie einen Kunstdruck dessen erwerben möchten, können Sie dies im Lost Places Shop tun. Falls Sie Interesse an Fotografien für eine Dokumentation oder sonstige mediale Verwendung haben, schreiben Sie mir direkt eine E-Mail an info@lost-places.com.