Dieses verlassene Hotel mit Restaurant liegt in einer stillen, offenen Landschaft auf Lanzarote. Von außen wirkt die Anlage zunächst wie ein gewöhnlicher Komplex aus Nebengebäuden und Terrassen, doch im Inneren erzählen Speiseräume, ein Barbereich und ein weitläufiger Poolbereich von einem Ort, der einst für Gäste, Essen und lange Abende gebaut wurde. Heute bleibt vor allem Wind, Salzluft und eine Ruhe, die man auf der Insel nur abseits der bekannten Routen findet.
Die Anlage zeigt klare Spuren ihrer früheren Nutzung. Besonders auffällig ist der Außenbereich mit mehreren Wasserbecken. Eines wirkt wie ein kleineres Rundbecken, dahinter liegt ein größeres Becken, das typisch für einen Hotelpool ist. Umgeben wird alles von Terrassen, Wegen und Stützmauern.
Im Inneren finden sich Räume, die sehr deutlich auf Gastronomie hinweisen: Ein großer Bereich mit Bar und Thekenform, dazu ein Raum mit Regalen voller Teller, Tassen und Gläser, wie man es aus Lager oder Küchenbereichen kennt. In einem weiteren Raum steht ein großes, blaues Gerät mit Bedienfeld, das wie ein Spielautomat oder eine Steuertechnik aus dem Gästebetrieb wirkt. Kleine Details wie eine runde Scheibe mit der Aufschrift Coca Cola geben dem Ort zusätzlich Charakter, auch wenn ihre ursprüngliche Funktion nicht mehr eindeutig zuzuordnen ist.
Der Verfall ist hier nicht dekorativ, sondern konsequent. Ein Teil der großen Halle steht unter einem offenen Dachgerippe, Stoffreste hängen wie Fahnen in den Streben, und am Boden liegt, was von Bodenbelägen, Deckenmaterial und Inventar übrig blieb. In den Nebenräumen blättert die Farbe, Fenster sind gebrochen, und die Landschaft drückt an vielen Stellen zurück in die Architektur.
Gleichzeitig wirkt der Ort durch seine Lage fast wie eine Bühne. Hinter den Gebäuden öffnet sich der Blick auf die vulkanische Weite Lanzarotes. Genau dieser Kontrast macht das Gelände so stark: Tourismusarchitektur im Vordergrund, Feuerinsel im Hintergrund.
Quellen in diesem Abschnitt:
Wikipedia: Lanzarote,
FAO: Lanzarotes volcanic miracle (La Geria und vulkanische Landschaft)
Zur konkreten Geschichte dieser Anlage liegen uns derzeit keine belastbaren Informationen vor, etwa zu Eröffnung, Betreiber oder Schließungsjahr. Die Einordnung als Hotel mit Restaurant basiert auf den baulichen Strukturen und den vor Ort dokumentierten Funden, insbesondere Poolanlage, Barbereich und Gastronomieinventar.
Bei unserem Besuch 2026 haben wir uns Schritt für Schritt durch die Anlage bewegt, erst außen entlang der Becken und Terrassen, dann hinein in die großen Räume. Besonders eindrücklich war der Moment in der weiten Halle, wenn der Blick durch das zerstörte Dach nach oben bricht und man gleichzeitig den Wind hört, der durch die Konstruktion läuft. In den Lagerräumen mit Geschirr wirkt es, als hätte jemand einfach aufgehört, weiterzumachen, und genau dadurch bleiben die Spuren so greifbar.
Da dieser Ort nicht offiziell zu besichtigen ist, darf ich keinen genauen Standort im Internet veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis.
This place is not officially open for visitors, I am not allowed to publish the exact coordinates or give out any information. I ask for your understanding.
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