Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

Lost Places Bilderarchiv –  außergewöhnliche und verlassene Orte weltweit

Mina de Mármol Las Galeras Samaná

Mina de Mármol – Las Galeras, Samaná

Ein teilweise verlassener Marmorsteinbruch in der Dominikanischen Republik
Die Mina de Mármol in Las Galeras, Provinz Samaná, ist ein verborgenes Relikt industrieller Geschichte und zugleich ein Symbol der Rückeroberung durch die Natur. Zwischen massiven Steinwänden, üppiger Vegetation und tropischer Stille zeigt sich hier ein faszinierendes Wechselspiel aus Handwerk und Verfall (EcuRed, Dominican Today). Wir besuchten den Ort im Februar 2025 – ein Erlebnis zwischen Dokumentation und Entdeckung.

Geschichte der Mina de Mármol

Der Marmorabbau in der Region begann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als in Las Galeras und Umgebung mehrere kleine Steinbrüche eröffnet wurden. Der gewonnene weiße und graue Marmor wurde vor allem für Bau- und Dekorationszwecke exportiert, teilweise bis nach Santo Domingo und Puerto Rico (EcuRed). In den 1990er-Jahren kam der Abbau aufgrund logistischer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten weitgehend zum Erliegen. Einige Bereiche werden bis heute punktuell genutzt, während andere seit Jahrzehnten brachliegen (Dominican Today, Lonely Planet).

Heutige Erscheinung

Der Steinbruch beeindruckt mit monumentalen, von Menschenhand geschaffenen Wänden, die heute von Moos, Farnen und tropischen Pflanzen überzogen sind. In manchen Abschnitten sind noch Werkspuren, Bohrlöcher und Schneidespuren sichtbar – stille Zeugen der früheren Arbeit (YouTube: Mina de Mármol Las Galeras Drone View). Das Spiel aus Licht, Schatten und Stein schafft eine fast sakrale Atmosphäre. Einige Abschnitte werden gelegentlich betreten oder fotografisch genutzt, andere sind vollständig von Vegetation umwachsen und kaum mehr zugänglich.

Natürliche Rückeroberung

In den stillgelegten Bereichen dominiert heute die Natur. Zwischen den Marmorblöcken wachsen Palmen, Hibiskus und Bromelien; Regenwasser sammelt sich in kleinen Becken, in denen sich das helle Gestein spiegelt. Diese Mischung aus tropischer Lebenskraft und industriellem Erbe macht die Mina de Mármol zu einem einzigartigen Lost Place der Karibik (Dominican Today, EcuRed).

Anreise & Zugang

Die Mina de Mármol liegt etwa 7 Kilometer von Las Galeras entfernt und ist über eine unbefestigte Straße erreichbar. Ein Geländewagen ist empfehlenswert, besonders nach Regenfällen. Offizielle Touren gibt es nicht, doch Einheimische können Hinweise zum Zugang geben. Besucher sollten Rücksicht auf die teilweise noch genutzten Bereiche nehmen und festes Schuhwerk tragen (Lonely Planet).

Unser Besuch im Februar 2025

Als wir 2025 dort standen, glitzerte das Licht auf den hellen Steinflächen, während in der Ferne das Meer rauschte. Die Luft war erfüllt vom Geruch feuchter Erde und Salz – ein Moment zwischen Industriegeschichte und tropischer Ewigkeit. Die Mina de Mármol ist kein Museum, sondern ein lebendiger Beweis dafür, wie Natur und Mensch ineinandergreifen, wenn Zeit und Zweck ihre Bedeutung verlieren. Ein Ort, an dem das Vergangene nicht endet, sondern langsam weiterwächst.

Atmosphere / Atmosphäre
62%
Risk / Gefahr
11%
Vandalism / Vandalismus
4%
Decay / Verfall
46%

Dominican Republic, visited in 2025

Falls Ihnen ein Foto ganz besonders gut gefällt und Sie einen Kunstdruck dessen erwerben möchten, können Sie dies im Lost Places Shop tun. Falls Sie Interesse an Fotografien für eine Dokumentation oder sonstige mediale Verwendung haben, schreiben Sie mir direkt eine E-Mail an info@lost-places.com.

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