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Auswertung

Begleitschreiben
Leider hatte uns der Wettergott
bei unserem Besuch in der Zeche Hugo einen kleinen Streich
gespielt, so dass wir uns nur eine Stunde in der Zeche
aufgehalten haben. Dennoch muss man sagen, dass die schönsten
Motive bereits eingefangen sind, da die meisten Ecken der Zeche
nur noch Verwüstung und Vandalismus zu bieten haben.

Galerie (2009, Canon EOS 1000D
)

Wissenswertes
Die verbliebenen Schächte sind zwischen 1997 und 2001 verfüllt
worden. Im Anschluss erfolgte der fast restlose Abbruch der Tagesanlagen
aller Schachtanlagen, auch der umfangreichen Schupp'schen Gebäude auf
Hugo 2/5/8 und Gebäuden aus der Gründerzeit, der mit der Sprengung des
Kraftwerks auf Hugo 2/5/8 seinen Abschluss fand. Einer Initiative von
ehemaligen Bergleuten und Nicht-Bergleuten Hugo ist es zu verdanken,
dass Fördergerüst und Fördermaschine von Schacht Hugo 2 nicht
abgebrochen wurden. Sie wurden 2005 von der Stadt Gelsenkirchen
übernommen, und werden als Museum eingerichtet. Klaus Herzmanatus,
letzter Betriebsratsvorsitzender des Bergwerks Hugo ist Geschäftsführer
und Motor des Trägervereins Hugo Schacht 2 e.V. Der Aktionskreis zum
Erhalt des Schachts hat mittlerweile eine Stärke von knapp 50 Personen.
Der Trägerverein unterhält zusammen mit dem Geschichtskreis
Hugo/Schüngelberg "das kleine Museum", hier gibt es Bergbau- und
Heimatgeschichte zu erleben, sowie die Verbindung des FC Schalke 04 zu
den Knappen zu sehen.Ebenfalls ist die Markenkontrolle Hugo 1/4
erhalten, die heute Gastronomie beherbergt. Auch die alte Direktion und
einige Beamtenhäuser an der Horster Straße zeugen von der bergbaulichen
Vergangenheit. Des Weiteren sind natürlich in der Umgebung immer wieder
mal ausgemusterte Förderwagen in Vorgärten und auch aufgestellte
Seilscheiben an der Horster Straße (Ecke Horster-/Hugostraße) zu finden.
Außenschächte Nord, Ost, 9, EMU 2 wurden ebenfalls verfüllt - hier
teilweise Grubengasnutzung. Auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage
1/4 wird Grubengas über Schachtleitungen abgesaugt und zur
Stromerzeugung genutzt. Die Grubengasgewinnungsanlage besteht aus
Gassaugern (Drehkolbengebläse) und die Verwertungsanlage aus Gasmotoren
mit angekuppelten Stromgeneratoren. Die Komponenten sind in Container
untergebracht und der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist.
Auf dem Gelände des Nebenanlagen Hugo Ost und Hugo 9 sind ebenfalls
Grubengasgewinnungsanlagen aufgebaut. Das Schrankenwärterhäuschen der
Hugo-Bahn an der Horster Straße blieb durch den Einsatz von Alfred
Konter erhalten. Der im Volksmund als Don Alfredo bekannte ehemalige
Bedienstete der Hugo-Bahn weigerte sich das Gebäude beim Anrollen des
Abrissbaggers zu verlassen. Letztendlich konnte er den Abriss verhindern
und das Häuschen wird jetzt vom Regionalverband Ruhr verwaltet, und
Alfred Konter hat Erinnerungsstücke in dem Häuschen ausgestellt. Die
Trasse der Hugo-Bahn ist als Radweg umgebaut worden und führt an dem
Schrankenwärterhäuschen vorbei. Die Siedlung Schüngelberg ist auch in
der Route der Industriekultur aufgenommen.
(Quelle: wikipedia.org)
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