Schnellübersicht der Baustile

0950 - 1250 nach Chr. Romanik
 - Frühromanik (950 - 1050)
 - Hochromanik (1050 - 1150)
 - Spätromanik (1150 - 1250)
1420 - 1610 nach Chr. Renaissance
 - Frührenaissance (1420 - 1500)
 - Hochrenaissance (1500 - 1550)
 - Spätrenaissance / Manierismus (1520 - 1610)
1750 - 1840 nach Chr. Klassizismus
 - Frühklassizismus (1750–1770)
 - Revolutionsarchitektur (1750–1790)
 - Klassizismus / Empire (1770–1840)
1140 - 1550 nach Chr. Gotik
 - Frühgotik (1140–1250)
 - Hochgotik (1250–1350)
 - Spätgotik / Tudorgotik (1350–1550)
1600 - 1770 nach Chr. Barock
 - Frühbarock (1600–1650)
 - Hochbarock (1650–1720)
 - Spätbarock / Rokoko (1720–1770)
1830 - 1950 nach Chr. Historismus
 - Eklektizismus (1830 - 1900)
 - Neugotik / Neogotik / Gothic Revival (1840–1900)
 - Neorenaissance / Neurenaissance (1850–1885)
 - Neuromanik (1870 - 1920)
 - Neobarock (1880 - 1920)
 - Neoklassizismus (1890 - 1950)
Romanik

Der romanische Baustil enthält verhältnismäßig wenige Verzierungen und die Bauwerke wirken meist klobig und markant. Typisch sind die dicken Mauerwerke die nur sehr kleine Türen und Fenster beinhalten. Die Grundriss -Formen beschränken sich auf Kubus, Quadrat und Rundbögen.

Beispiel: Chateau de Lothart (Spätromanik / Spätbarock)
Gotik

Der gotische Stil entwickelte sich aus dem mittelalterlichen Stil der Romanik heraus. Kreuzrippengewölbe und Spitzbögen in Fenstern und Türen sind ein typisches Merkmal für die Zeit der Gotik.  Verzierungen hingegen findet man bei gotischen Gebäuden nur selten. Dafür dominieren steile Türme und eine große Ansammlung von Fenstern, Toren und steinernen Schmuck.

Beispiele: Chambre de Commerce (Spätgotik), Samotny Palac (Tudorgotik)
Renaissance

Die Renaissance ist die Weiterführung der Gotik. Bei diesem Stil achtete man besonders auf die Symmetrie. Das Augenmerk wird hier auf horizontale und vertikale Linien gelenkt. Typisch sind Rundbögen, ein treppenförmiger Giebel, das Satteldach und Säulen.

Beispiele: Chateau au Lac (Spätrenaissance)
Barock & Rokoko

Beim barocken Stil scheint es keine geraden Linien zu geben. Hier überwiegen die kurvigen und kreisenden Bewegungen. Die Fassaden wurden meist farbig gestrichen. Gebäude und Gärten wurden wie bei der Renaissance symmetrisch erbaut. Die Räume wurden mit besonders viel Stuck verziert.

Beispiele: Gutshof Blauwalde (Spätbarock) , Palac Piotrkowice (Hochbarock), Chateau de Belmondo (Hochbarock), Chateau Farciennes (Frühbarock)
Klassizismus

Auf die griechische Antike bezieht sich der Klassizismus. Horizontale und vertikale Gliederung sowie das Giebeldreieck mit langen Säulenreihen sind die typischen Merkmale dieses Baustils. Allerdings wurde mit den Verzierungen an Bauwerken eher sparsam umgegangen, weshalb diese oft nüchtern, sparsam und streng wirken.

Beispiele: Kasteel Gavergracht (Empire), Schloss Eldenwiese (Klassizismus), Pittrows Herrenhaus (Klassizismus)
Historismus

Der Historismus ist eine Mischung aus allen Stilepochen. Hier finden sich alle bekannten Stile wieder, nur wurde meist bei der Größe und Höhe der Bauwerke übertrieben. Viele verkehrstechnischen Bauwerke wie z.B. Brücken aus dem 19ten Jahrhundert wurden im Stil des Historismus erbaut.

Beispiele: Chateau Noisy (Neugotik), Fairytale Castle (Neugotik / Neurenaissance), Polnisch Krawarn (Neubarock, Neurenaissance)